Aussicht auf 2014
Mittelstand rechnet mit 250.000 neuen Stellen

Die Unternehmen wollen investieren, die Menschen wollen arbeiten: Verbandssprecher Mario Ohoven hofft auf eine Viertelmillion neue Jobs. Vor einem Ansturm von bulgarischen und rumänischen Billigarbeitern hält er nichts.
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OsnabrückDer deutsche Mittelstand rechnet im kommenden Jahr mit bis zu 250.000 neuen Arbeitsplätzen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmten, könnten es „im nächsten Jahr bis zu 250.000 neue Jobs werden”, sagte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, der „Neuen Osnabrücker Zeitung” (Dienstagsausgabe). Die Stimmung im Mittelstand sei gut, die Unternehmen wollten investieren. Dies gelte vor allem für die exportstarken Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau.

Mit Blick auf die Herstellung der vollständigen EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgaren und Rumänen am 1. Januar 2014 zeigte sich der Präsident des Mittelstand-Verbandes zuversichtlich. Er halte nichts davon, vor einem Ansturm billiger Arbeitsplätze zu warnen, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung”. „Es gab ja ähnliche Befürchtungen bei der EU-Osterweiterung im Jahr 2004, dass massenweise Billigarbeiter aus Polen zu uns kommen würden. Nichts davon ist eingetreten”, sagte Ohoven.

Mittelfristig könne die Nachfrage nach qualifizierten und motivierten Fachkräften nur durch einen integrierten europäischen Arbeitsmarkt gedeckt werden, sagte Ohoven. Zu einem einheitlichen Europa gehöre auch die Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Aussicht auf 2014: Mittelstand rechnet mit 250.000 neuen Stellen"

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  • "die Nachfrage nach qualifizierten und motivierten Fachkräften ".... das stimmt schon, die Motivation ist in Deutschland arg den Keller runtergegangen. Bei der Art vieler Beschäftungsverhältnisse (Zeitarbeit) und dem niedrigen Verdienst gepaart mit der Ausbeute in vielen Unternehmen ist das auch kein Wunder!

  • Mittelstands-Demagogen meinen natürlich Billig-Jobber. Oder vielleicht Wahlhilfe für die neue SED-Regierung!

  • „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen ... dann wird investiert ... und es werden Arbeitsplätze geschaffen“.
    Kann man das konkretisieren?

    Zu welchen Konditionen werden Arbeitsplätze geschaffen? Auch für Ältere? Sind damit langfristig tarifgebundene Fest-Arbeitsverhältnisse gemeint?

    Es soll wieder mehr exportiert werden. Schön, wer zahlt das?

    Wir sehen doch, dass die Länder, in die exportiert wird, die Waren am Ende gerade nicht immer voll bezahlen. Die Formel müsste heißen: Hohe Exportüberschüsse über viele Jahre = hohe deutsche Auslandsvermögen. Der erste Satz ist richtig, die deutschen Auslandsvermögen sind aber nicht so stark gestiegen, wie dass die Exportüberschüsse erwarten lassen. Grund hierfür sind Abschreibungen (zB griechische Anleihen), Fehlinvestitionen (Schuldtitel aus den USA usw.) und Währungsschwankungen.

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