Ausstellungen
Messen im Ausland immer wichtiger

Messen im Ausland, vor allem in Asien, laufen den deutschen Veranstaltungen langsam den Rang ab - ihre Ausstellerzahlen steigen, während die vieler deutscher Messen sinken. Es reicht heute für deutsche Unternehmer deshalb nicht mehr, sich nur in Hannover oder Leipzig zu zeigen, sagen Experten. Die deutschen Messeaussteller müssen internationaler werden.

KÖLN. Was Messen angeht, sind deutsche Mittelständler verwöhnt: Viele der wichtigsten Weltleitmessen wie die Automobilmesse IAA und die Informationstechnik-Messe Cebit finden in Deutschland statt. Trotzdem wächst die Zahl der Unternehmer, die auch auf ausländischen Messen vertreten sind.

Der Studie "Messe-Trend 2008" des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA) zufolge haben in den Jahren 2006 und 2007 etwa 43 Prozent der deutschen Unternehmen auch auf Messen im Ausland ausgestellt. Für das laufende und das kommende Jahr kündigten 45 Prozent der befragten Unternehmen an, ausländische Messen als Aussteller besuchen zu wollen.

Der Drang vieler Messeaussteller ins Ausland kommt nicht von ungefähr: Die bisherigen Weltleitmessen werden immer mehr zu kontinentalen Leitmessen. So gibt es zum Beispiel von der Computerspiele-Messe Games Convention seit 2007 einen Asien-Ableger in Singapur, ein weiterer Ableger in Nordamerika ist im Gespräch. "Deutsche Unternehmer wollen im Zuge der Globalisierung auf Wachstumsmärkten präsent sein, und die sind eben zurzeit in Asien", sagt Tilo Berger, AUMA-Referent im Bereich globale Märkte, und meint damit sowohl die Messeveranstalter als auch die Aussteller.

Mittelständler, die regelmäßig auf Messen ausstellen, müssen immer mehr reisen, wenn sie sich und ihre Produkte ausländischen Kunden präsentieren wollen. Das Ausland kommt nicht mehr bis vor die Haustür. Deutsche Unternehmer sind dabei immer noch im Vorteil gegenüber vielen ausländischen Kollegen. Denn die Auslandsmessen, die Abkömmlinge der deutschen Leitmessen sind, werden oft von den deutschen Veranstaltern mit organisiert. 218 Auslandmessen veranstalteten deutsche Anbieter im vergangenen Jahr, mehr als doppelt so viele wie 2003.

Wenn ein deutscher Veranstalter eine Messe in Asien oder Amerika organisiert, haben deutsche Aussteller weniger Sprachbarrieren zu überwinden, auch fällt Besuchern die Organisation in der Regel leichter. "Bei der Organisation des Messebesuchs haben Aussteller deutsche Ansprechpartner, in der Regel auch vor Ort", sagt Berger. Seiner Erfahrung nach wissen das die deutschen Aussteller durchaus zu schätzen.

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