Autobranche
Die Champs der Transport-Klasse finden

Keine leichte Entscheidung für den Fuhrpark. Bei leichten Transportern ist die Auswahl groß. Und immer mehr Modelle und Ausstattungen kommen hinzu. Wie Entscheider den richtigen Wagen für den Erfolg ihres Unternehmens finden.

DÜSSELDORF. Mal sitzen die Profis, mal die VIPs von Hannover 96 im VW-Crafter-Bus "Hannover" und lassen sich zum Fußballmatch chauffieren. Bis zu 19 Passagiere haben Platz auf den hochwertigen, ergonomisch geformten Sitzen mit Armlehnen zum Gang hin. Die hinteren Sitzbänke sind verschieb- und herausnehmbar, dadurch entsteht ein variabler Kofferraum. "Vielseitigkeit ist bei unseren Nutzfahrzeugen wie Caddy, Transporter, Caravelle, Multivan und Crafter ein großes Plus", findet Stephan Schaller, Sprecher des Vorstands der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Was sich auch bei den Modellvarianten zeigt: Allein für den Personen- und Warenverkehr, einschließlich Pritschenwagen, gibt es beim Crafter mehr als 45 Lösungen - von unterschiedlichen Fahrzeuggrößen, Sitz- und Laderaumaufteilungen bis Motorisierungen. Eine ähnlich große Modelvielfalt sieht der deutsche Opel-Chef Hans Demand bei seinem Movano: Sechs Grundmodelle lassen sich auf rund 40 verschiedene Weisen kombinieren. Bei Opel und VW kommen jeweils diverse Fahrgestellvarianten für Spezialaufbauten, zum Beispiel Kühlboxen für den Lebensmitteltransport, dazu.

"Dank seiner vielen verschiedenen Tonnagen und Aufbaulängen bietet der Crafter für die Auf- und Umbauer jede Menge Möglichkeiten, das Fahrgestell nach ihren individuellen Wünschen zu gestalten", ergänzt Schaller.

Doch europaweit betrachtet ist ein Italiener, der Fiat Ducato nämlich, in dieser Disziplin führend, rund 100 Auf- und Umbauhersteller nutzen das Chassis regelmäßig für branchenspezifische Transportlösungen. Werden alle Modellausführungen für den Personen- und Warenverkehr zusammengefasst, ist jedoch der VW Transporter der ungeschlagene König - das Fahrzeug schließlich, das einst die neue, leichte Nutzfahrzeugklasse (Nfz) begründete.

Heute sind in der Transporter-Klasse alle Gewerbemodelle mit einem Ladegewicht zwischen 800 und 3.500 Kilogramm oder einem Ladevolumen von 3,5 bis 20 Kubikmetern zusammengefasst. Zum Vergleich: Kastenwagen haben ein Ladevolumen bis 3,5 Kubikmetern oder ein Ladegewicht bis 1.000 Kilogramm. Unter Pick-ups wiederum sind eigenständige Modelle mit Fahrerhaus und offener Ladefläche, maximal 1.500 Kilogramm Zuladung, zu verstehen. Pritschenwagen werden üblicherweise den Transportern zugerechnet, sind da allerdings lediglich eine Modellart.

Zu den heutigen Nfz-Innenkonzepten gehören laut VW-Mann Schaller vor allem die Umsetzung von ergonomischen Erkenntnissen, etwa ein höhen- und neigungsverstellbarer Fahrersitz oder ein Ablagesystem mit vielfältigen Möglichkeiten. Mit Verweis auf den Caddy nennt Schaller Ablagen in den Türen, im Dachhimmel, auf der Schalttafel sowie Staufächer unter den Vordersitzen, vier Cupholdern in der Mittelkonsole und ein offenes Handschuhfach.

In Sachen "Arbeitsstätte Cockpit" verweist Citroën-Pressesprecher Thomas Albrecht derweil auf den Extenso-Beifahrersitz, beispielsweise für den Citroën Nemo. Dessen Rückenlehne kann heruntergeklappt und als Schreibtisch benutzt werden. Außerdem ist der Sitz komplett im Boden versenkbar. "Die insgesamt nutzbare Ladelänge erreicht dadurch fast 2,50 Meter, das Ladevolumen wird um 0,3 auf zirka 2,8 Kubikmeter vergrößert", so Albrecht.

"Fuhrparkverantwortliche haben allein schon im Bereich Ladung eine große Auswahl", sagt auch Daimler - Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Rentschler. Damit spricht er Unterschiede bei Ladevolumen und-gewicht sowie bei Lademöglichkeiten, -raumlängen und-höhen an, die jeweils von den Fahrzeugausführungen abhängen. Entscheidend sind beispielsweise die Anzahl der Sitzplätze - Single-Kabine steht für zwei, Double-Kabine für vier bis fünf Plätze - sowie die Ausstattung. Zum Ausstattungsumfang gehören die Motorisierung ebenso wie funktionale oder sicherheits- und komforterhöhende Zubehör-Merkmale. Hinsichtlich der Triebwerke gilt die Faustregel: je leistungsschwächer ein Aggregat, desto weniger Zuladegewicht ist möglich.

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