Autoflotte stundenweise
Car-Sharing-Anbieter locken Firmenkunden

Mit Nachdruck wirbt die Car-Sharing-Branche um Firmen. Durch das engmaschige Netz an Ausleihstationen und Fahrzeugmieten auf Stundenbasis bieten sich den teilnehmenden Unternehmen immer mehr Einsparungsmöglichkeiten. Das wiederum lockt neue Wettbewerber in den Markt.
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BERLIN. Seinen Dienstwagen hat Ronald Dobe vor vier Jahren abgeschafft. Auf ein Auto verzichten will der Geschäftsführer der Göttinger Marketingagentur Advertecs freilich nicht. Für Besuche bei Kunden oder Geschäftspartnern bucht er nun per Internet ein Fahrzeug des Car-Sharing-Anbieters Grünes Auto Göttingen - die Station befindet sich nur ein paar Schritte vom Firmensitz entfernt.

Auch die zwei Geschäftsführer-Kollegen sowie die neun Mitarbeiter sind auf Teilzeitautos umgestiegen. "Wenn mehrere Mitarbeiter ein Fahrzeug brauchen, aber nicht ständig damit unterwegs sind, können die Kostenvorteile des Car-Sharings immens sein", sagt Dobe. Zudem kann Advertecs stets die passende Fahrzeuggröße mieten: Um etwa Bildschirmsysteme zu Hochschulen oder Einkaufsmärkten zu bringen, wird rasch ein Transporter in der richtigen Größe gebucht.

Neue Wettbewerber

Stundenweise Autos mieten an einer Vielzahl von Stationen: Mit Nachdruck wirbt die Car-Sharing-Branche um Firmen - und trifft auf zunehmendes Interesse. Laut Bundesverband Car-Sharing (BCS) stellen bei den rund 120 Anbietern in Deutschland Unternehmen bereits ein Viertel der Kunden. Ein lukratives Geschäft, das neue Wettbewerber anlockt.

So bietet die Deutsche Bahn seit Anfang des vergangenen Jahres in Köln und Stuttgart "Flinkster" getaufte Kleinwagen. Die Stationen sind jeweils über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Die Bahn zielt mit dem Angebot auch auf Firmen - diese könnten "die Anzahl ihrer Fahrzeuge optimieren". Flinkster biete sich an, um Bedarfsspitzen abzudecken.

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