Autozulieferer
Hella bleibt in den schwarzen Zahlen

Die Branchenkrise geht natürlich auch nicht an dem Autozulieferer Hella vorbei. Der Umsatz brach im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ein. Immerhin schreibt das Familienunternehmen weiterhin Gewinn.

HB LIPPSTADT. Im Ende Mai abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 brach der Umsatz des auf Licht und Elektronik spezialisierten Familienunternehmens um 17 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro ein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um mehr als zwei Drittel auf 49 Mio. Euro. Das teilte das Familienunternehmen am Dienstag in Lippstadt mit.

"Vor dem Hintergrund des dramatischen und anhaltenden Markteinbruchs in der Automobilindustrie seit Oktober 2008 können wir zufrieden sein, ein positives Ergebnis erreicht zu haben," kommentierte der persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, Jürgen Behrend, die Zahlen. Das Unternehmen habe bereits im November 2008 mit Kostensenkungsmaßnahmen auf die Krise reagiert. Hierzu gehörte insbesondere der Abbau von Zeitarbeitern, die rasche Umsetzung von Kurzarbeit sowie weitere Einsparungen in allen betrieblichen und administrativen Bereichen.

Zukünftig will der Konzern Behrend zufolge seine Abhängigkeit vom Autobereich durch den Aufbau einer neuen Sparte abseits der traditionellen Geschäftsbereiche reduzieren und dabei auf das vorhandene Know-how aufbauen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sei deshalb bereits die Entwicklung eines energieeffizienten LED-Straßenbeleuchtungssystems sowie eines hochpräzisen kamerabasierten Personenzählsystems vorangetrieben worden. Beide Produkte würden im aktuellen Geschäftsjahr in den Markt eingeführt.

Doch auch im Autogeschäft setzt das Familienunternehmen weiter auf Innovation. Entwicklungsschwerpunkte lagen im zurückliegenden Geschäftsjahr insbesondere auf den Gebieten Energiemanagement (beispielsweise Komponenten zur CO2-Reduzierung), komfort- und sicherheitssteigernde Fahrerassistenzsysteme (Spurwechselassistent) sowie LED-Technologie (zum Beispiel: Voll-LED-Scheinwerfer).

Trotz erster Anzeichen für eine Belebung der Weltwirtschaft sieht die Hella-Geschäftsführung aber noch kein Ende der Krise. Alle Indikatoren deuteten vielmehr darauf hin, dass die Automobilnachfrage auch in den nächsten Jahren deutlich geringer sein werde als vor der Krise, sagte Behrend. "Die Situation bleibt weiter angespannt.". Doch habe Hella gute Voraussetzungen, erfolgreich durch die Krise zu kommen.

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