Autozulieferer
Schaeffler sichert sich über 90 Prozent an Conti

Die fränkische Schaeffler-Gruppe hat sich mehr als 90 Prozent am Reifenhersteller Continental gesichert. Das ist viel mehr als Schaeffler angestrebt hatte. Was das zur Folge hat und welche Abhängigkeiten für Schaeffler bestehen.

HB HERZOGENAURACH. Im Rahmen der am 16. September beendeten Angebotsfrist hätten die Aktionäre des Dax-Konzerns Schaeffler 82,41 Prozent ihrer Anteile für je 75 Euro angeboten, teilte das Familienunternehmen am Montag mit. Darüber hinaus besitze der Wälzlagerhersteller aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach bereits 7,78 Prozent an Conti.

Schaeffler werde sich dennoch an seine Vereinbarung mit Continental halten, derzufolge das Familienunternehmen nur einen Anteil von 49,9 Prozent anstrebt, sagte ein Sprecher. Die überzähligen Anteile werde man an Investoren weiterveräußern.

Der Kauf der jetzt angebotenen Aktien könne allerdings erst vollzogen werden, wenn die Kartellbehörden die Übernahme freigäben, erklärte Schaeffler. Während die Zustimmung aus den USA und Kanada bereits vorliege, stünden die Entscheidungen der EU-Kommission und der Schweizer Kartellbehörden noch aus.

Conti und Schaeffler hatten sich im Sommer einen wochenlangen Übernahmekampf geliefert. Die Conti-Führung hatte die Mitte Juli bekanntgewordenen Pläne von Schaeffler zunächst scharf kritisiert und abgewiesen. Erst im August hatte das Management der Offerte des Familienkonzerns zugestimmt. Durch den Zusammenschluss entsteht der drittgrößte Autozulieferer weltweit.

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