Avale
Nicht ohne deine Bank

Avale, besser als Bankbürgschaften oder Garantien bekannt, sind besonders im Mittelstand ein bedeutendes Instrument, um den Handel mit unbekannten oder ausländischen Firmen sicherer zu machen. Das einfache Prinzip: Die Bank des Unbekannten steht ihrem Kunden als besonders kreditwürdiger Bürge zur Seite.

KÖLN. Über 20 Aval-Arten finden sich in den Lehrbüchern des Kreditwesens, in der Praxis konzentriert sich der Einsatz auf drei bis vier Formen. Alle haben eins gemeinsam: Die Bank leiht dem Kunden ihre makellose Bonität und verbürgt sich für ihn gegenüber einem Dritten.

Avale werden sowohl im Inlands- als auch im Auslandsgeschäft stark genutzt. "Im Außenhandel werden Avale aber noch öfter eingesetzt, weil man über die Geschäftspartner meist wenig weiß", erklärt Maike Hein, Produktmanagerin im Bereich Firmenkredite bei der Dresdner Bank. Zudem habe man weniger Möglichkeiten, Informationen über ausländische Firmen zu bekommen. "In Deutschland kann man Bilanzen einsehen und sich ein Bild über die Zahlungsfähigkeit des Geschäftspartners machen", sagt Hein, "Das ist besonders bei kleineren ausländischen Firmen nicht ohne weiteres möglich."

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Ob im In- oder Ausland, die Bank wird immer dann dazwischen geschaltet, wenn das Risiko des Geschäftes gemindert werden soll. Maike Hein nennt ein Beispiel aus der Praxis: "Stellen Sie sich vor, Sie geben den Bau einer große Maschine in Auftrag und ihr Counterpart möchte 30 Prozent Anzahlung in bar, um Material zu kaufen. Für diesen Betrag erhalten Sie dann ein Anzahlungs-Aval." In dem Bürgschaftsdokument garantiere die Bank des Geschäftspartners, die im Voraus gezahlte Summe zurück zu erstatten, sollte der Handel doch noch platzen.

Neben dem Anzahlungs-Aval sind die Gewährleistungs- und die Vertragserfüllungsbürgschaft die vom Mittelstand am häufigsten genutzten Aval-Formen im Inland. "Die Bank verbürgt sich für ihren Kunden, dass dieser seinen Vertrag wie vereinbart erfüllt", sagt Carla Brobmann, Firmenkunden-Betreuerin der Hypovereinsbank, "Dafür zahlt der Geschäftspartner sofort den vollen Rechnungsbetrag." Auch Mietkautions-Avale seien üblich: Der Unternehmer muss die Kaution für die Firmenräume dann nicht bar hinterlegen, sondern gibt dem Vermieter stattdessen das Bank-Papier. "So wird nicht unnötig Kapital gebunden."

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