Banken setzen Ratingssysteme ein
Rating entscheidet über Zugang zu Krediten

Für den Mittelstand in Deutschland sind die neuen Ratingssysteme von Bankengruppen von immenser Bedeutung, da er die Außenfinanzierung hauptsächlich über Bankkredite deckt. Die Rating-Einschätzung der Hausbank entscheidet nicht nur über den Zugang zu Krediten, sondern auch über die Konditionen.
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FRANKFURT. Alle Bankengruppen haben mittlerweile flächendeckend moderne Ratingsysteme eingeführt. Für den Mittelstand in Deutschland ist dies von Bedeutung, da er seine Außenfinanzierung hauptsächlich über Bankkredite deckt. Denn die Rating-Einschätzung der Hausbank (internes Rating) entscheidet nicht nur über den Zugang zu Krediten, sondern auch über die Konditionen.

Ein wichtiger Ansatzpunkt für Unternehmen zur Verbesserung des Ratings ist die Steigerung der Transparenz gegenüber der Hausbank, das heißt die rechtzeitige Bereitstellung der benötigten Informationen. Weiterhin ist an eine Verbesserung quantitativer Kennzahlen zu denken - angesichts der schwachen Eigenkapitalausstattung des Mittelstands oft an eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur. Neben quantitativen Fakten spielen beim Rating auch qualitative Informationen eine Rolle: Es wird geprüft, ob es eine nachvollziehbare Unternehmensstrategie beziehungsweise Geschäftspolitik gibt, welchen Eindruck das Management macht und ob die Nachfolge geregelt ist.

Voraussetzung zur Verbesserung des Ratings ist jedoch, die Rating-Anforderungen zu kennen, das heißt. welche Kriterien bei der Erstellung des Ratings berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der KfW Unternehmensbefragung 2007 zeigen, dass etwa ein Drittel der Unternehmen - insbesondere kleinere - die Ratingkriterien nicht kennt. Dies führt dazu, dass diese Unternehmen sich zumindest teilweise die Möglichkeit nehmen, ihr Rating positiv zu beeinflussen.

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