Baukonzern Trevi
Ein Unternehmen wie ein Monolith

Ob Ground Zero oder der schiefe Turm von Pisa: Wenn?s knifflig wird, kommt das italienische Bauunternehmen Trevi zum Zug. Mit fast 6 000 Mitarbeitern weltweit gehört Trevi zu den großen Spielern der Familienunternehmen in Italien. Das Erfolgsrezept des börsennotierten Tiefbau-Unternehmens ist seine große Geschlossenheit.

MAILAND. In New Orleans baut Trevi den Deich nach dem Hurrikan Katrina wieder auf. In New York hat das Unternehmen das Fundament für das neue World Trade Center gelegt. In Afghanistan stabilisiert Trevi die Nischen der gesprengten Buddha-Statuen, und in Pisa sorgt es dafür, dass der schiefe Turm nicht umkippt. Das börsennotierte Tiefbau-Unternehmen der Trevisani-Brüder spürt die Krise kaum - und profitiert sogar von den Infrastrukturprogrammen der Regierungen.

"Wir werden dieses Jahr den Umsatz des vergangenen Jahres noch übertreffen", sagt Davide Trevisani, der Präsident von Trevi. 2008 hat Trevi zum ersten Mal die Ein-Milliarde-Grenze geknackt und insgesamt 1,07 Milliarden Euro umgesetzt, ein Fünftel mehr als noch im Vorjahr. Der Gewinn kletterte sogar um ein Drittel auf 75 Millionen Euro. Auch das erste Halbjahr gibt mit einem Umsatz-Plus von 16 Prozent Grund zur Hoffnung.

Der rüstige 72-jährige Davide Trevisani ist der älteste der drei Gründerbrüder und hat den Chef-Posten des Präsidenten inne. Seine jüngeren Brüder Gianluigi und Cesare sitzen beide als Managing Director im Verwaltungsrat, ebenso wie der Neffe Stefano. Auch Simone, ein weiteres Mitglied der nächsten Generation, arbeitet schon im Unternehmen.

Vor 52 Jahren haben die Brüder die Firma gegründet. Mit eigenen Patenten zur Tiefbohrung wuchs das Geschäft schnell. Zukäufe beschleunigten den Aufstieg. Dabei fungiert Trevi als Bauherr und als Maschinenbauer - für alles, was unter der Oberfläche gebaut oder gebohrt wird. Seit zehn Jahren ist Trevi auch an der Mailänder Börse notiert.

Aber trotz des Schritts an den Kapitalmarkt: Die Mehrheit liegt immer noch fest in Familienhand. Und daran wird sich auch sobald nichts ändern. "Wir wollen, dass die Mehrheit des Aktienvermögens in der Familie bleibt", macht Davide Trevisani klar. Das Gleiche gilt für das Top-Management von Trevi aus Cesena - einer kleinen Stadt in der Nähe der Adria-Küste. Die einzelnen Manager vor Ort in den über 30 Ländern haben zwar viel Freiheit und Eigenverantwortung. Aber große Entscheidungen treffen die Trevisanis selbst.

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