BDI-Umfrage

Mittelstand gewinnt wieder Optimismus

Der industrielle Mittelstand sieht wieder optimistischer in die Zukunft und setzt ungeachtet des holprigen Starts viel Hoffnung auf die schwarz-gelbe Regierung.
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Quelle: ZBSP

HB BERLIN. Der Koalitionsvertrag und die ersten Schritte der neuen Regierung stärkten das Vertrauen in deren Handlungswillen und Handlungsfähigkeit, erläuterte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Dienstag bei der Vorstellung seiner Herbstumfrage unter rund 1500 Mittelständlern. Die Ergebnisse zeigten, die Unsicherheit nehme ab, der Optimismus wachse, hieß es.

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen schätzen die Unternehmen nach der Bundestagswahl wieder günstiger ein. „Das Ende des wahlkampfbedingten Reformstillstands wird von der mittelständischen Industrie offensichtlich positiv bewertet“, sagte der Vorsitzende des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses, Arndt Kirchhoff.

Die Reihenfolge, in der die Regierung die Aufgaben angehe, stimme, erklärte er. Erst die Krisenbewältigung, dann die Strukturreformen für nachhaltiges Wachstum. Als zentrale Handlungsfelder betrachte die mittelständische Industrie weiter den Bürokratieabbau (90 Prozent), die Senkung der Lohnzusatzkosten (87 Prozent), die Stärkung von Bildung und Ausbildung (82 Prozent) und die Reform der Einkommensteuer (79 Prozent), sagte Kirchhoff.

Die Sicherung der Unternehmensfinanzierung rangiere mit knapp 70 Prozent im oberen Mittelfeld. Der Chefvolkswirt der Mittelstandbank IKB, Kurt Demmer, sagte bei der Vorstellung der Umfrage, die Gefahr einer Kreditklemme sei nicht von der Hand zu weisen. Vor diesem Hintegrund sei für die Unternehmen ein professionelles Kosten- und Liquiditätsmanagement sowie eine „transparente Finanzkommunikation“ nötig, um so die Aufnahme von Fremdkapital zu erleichtern.

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