Bedarf an Ausrüstungen und Zubehör
Markt für Gebäudereinigung in Russland wächst rasant

Die Aussichten für Anbieter professioneller Reinigungsdienste sind in Russland bestens. Rückenwind erhält die Branche durch den Bauboom. Zudem bringen Personalmangel und Outsourcing den Cleaningfirmen neue Kunden. Nach Meinung von Experten bleibt der Markt in den nächsten Jahren auf Wachstumskurs.

bfai MOSKAU. Anbieter von Reinigungsdienstleistungen können in Russland optimistisch in die Zukunft blicken. Die Cleaning-Branche verzeichnet derzeit Steigerungsraten von 30 bis 40% jährlich, nach Meinung einiger Unternehmensvertreter sogar von bis zu 80%. Das Ende der Fahnenstange ist längst nicht absehbar: für die nächsten 15 bis 20 Jahre erwarten Experten ein Wachstum auf hohem Niveau. Mindestens noch fünf bis sieben Jahre können Branchenakteure mit rasant steigenden Umsätzen rechnen.

Das derzeitige Volumen des russischen Marktes für Cleaningdienste beziffert die Internationale Assoziation der Unternehmen der Reinigungsindustrie mit ca. 200 Mill. bis 220 Mill. US$ (zum Vergleich: USA - 66 Mrd. $, Deutschland - 18 Mrd. Euro). Etwa 100 Mill. bis 150 Mill. $ werden davon in Moskau erwirtschaftet. Inländische Quellen setzen die erzielten Umsätze noch um einiges höher an. Allein für die Hauptstadt gehen Unternehmensvertreter von mindestens 500 Mill. $ aus.

In Moskau sind zurzeit über 300 Reinigungsfirmen tätig, indes nicht mehr als 150 professionelle Cleaningdienstleister. Bis zu 70% des Marktwertes liegen in den Händen der 15 größten Branchenakteure (Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern). Auch in den Regionen sind professionelle Cleaning-Dienstleister auf dem Vormarsch. Mit hoher Dynamik bestechen Großstädte und Tourismushochburgen wie Jekaterinburg, Nischnij Novgorod, Rostov am Don, Kazan, Jaroslavl, Sotschi und Krasnojarsk.

Auftrieb verleiht der Branche die rege Bauwirtschaft. Laut Föderalem Statistikdienst (Rosstat) stiegen die Bauleistungen 2005 um über 10%, im 1. Halbjahr 2006 um 8,3%. Bei günstiger Gesamtkonjunktur wird der russische Bausektor nach Annahme von Experten auch in den nächsten Jahren kräftig wachsen. Wohn-, Büro- und Handelsimmobilien schießen dabei ebenso aus dem Boden wie öffentliche Gebäude (u.a. Krankenhäuser, Freizeit- und Sportkomplexe, Logistik- und Industrieobjekte.

Über 80% des Moskauer Reinigungsmarktes entfallen auf Büros und Handelsflächen. Fast alle der nach 1998 erbauten Geschäfts- und Shoppingzentren, Bürohäuser und größeren Supermärkte nehmen Leistungen von Cleaningfirmen in Anspruch. Vom gesamten Immobilienbestand ist dies allerdings nur ein kleiner Teil. Immerhin beherbergt Moskau beispielsweise Büroräume mit einer Gesamtfläche von ca. 90 Mill. qm. An modernen Büroflächen der A- und B-Klasse weist die russische Vorzeigemetropole Ende 2006 jedoch nur etwa 5,2 Mill. qm auf. Auch mit Handelsobjekten ist Moskau im Vergleich zu anderen Weltstädten noch unterbestückt. Im Jahr 2005 brachte es die Hauptstadt auf ca. 2,7 Mill. qm an neuen Handelszentren. Für 2006 rechnen Experten mit der Fertigstellung von weiteren 800.000 qm.

Lediglich 15 bis 20% der Gewerbeflächen werden nach Auskunft von Unternehmensvertretern in Moskau derzeit von externen Dienstleistern gereinigt, gewartet und gepflegt (zum Vergleich: USA - über 80%). Außen vor bleiben dabei nicht nur kleinere Geschäfte oder individuelle Büros, die mit eigenem Putzpersonal meistens ohnehin günstiger fahren. Auch die großen, in der Sowjetzeit erbauten und heute meist staatlichen Strukturen gehörenden Komplexe organisieren die Reinigung ihrer Räumlichkeiten oft noch selbst. Staatliche Institutionen steuern in der Hauptstadt derzeit gerade einmal etwas über 6% zum Umsatz professioneller "Putzkolonnen" bei.

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