Befürwortung durch Hausbanken
Wenn Mitarbeiter in ihre Firma investieren

Um Wachstum oder eine Übernahme zu finanzieren, bietet sich nicht nur der Gang zur Bank an. Ein Investor kann auch Kapital der Mitarbeiter mobilisieren. Gerade in Zeiten restriktiverer Kreditvergabe sei dies eine sinnvolle Finanzierungsstrategie, erklärt Birgit Felden, Sprecherin des Vorstands der TMS Unternehmensberatung AG.

FRANKFURT. Wenn die Belegschaft fester Bestandteil und Teilhaber einer Wachstumsstrategie ist, sei dies ein zusätzlicher Erfolgsgarant, den auch die Banken mit besseren Ratings honorierten. Durch eine finanzielle Beteiligung werden die Mitarbeiter zu Kapitalgebern von Eigen- oder Fremdkapital bei ihrem Arbeitgeber und damit am Unternehmenserfolg beteiligt.

Die zahlreichen Modelle zur Einführung einer Mitarbeiterbeteiligung lassen sich nach ihrem Kapitalcharakter unterscheiden: Mitarbeiterdarlehen oder auch "Phantom Stocks" stellen Fremdkapital dar, stille Beteiligungen und Genussrechte sind eigenkapitalähnliche Beteiligungen, Aktien und auch GmbH-Anteile werden dem Eigenkapital zugerechnet.

Standardlösungen gibt es dabei nicht; die Entscheidung über die betriebsoptimale Ausgestaltung ist von der Ausgangssituation der Firma abhängig. Anteile an einer Aktiengesellschaft können beispielsweise mit geringerem Aufwand gehandelt werden als die an einer GmbH. Allerdings muss ein Unternehmen als AG höhere Publikations- und Rechnungslegungsvorschriften erfüllen als eine so genannte "kleine AG", für die dies nur in eingeschränkter Form zutrifft.

Auch für die Finanzierung der Mitarbeiterbeteiligung gibt es mehrere Möglichkeiten. Einmal können die Mitarbeiter einen festen Anteil am Unternehmen erwerben. Fehlt es der Belegschaft an finanziellen Mitteln, kommt alternativ die Variante des gestundeten "Investivlohns" in Frage. Dabei verbleibt ein Teil der Bezüge monatlich als "Investition" im Unternehmen und mehrt so kontinuierlich die Anteile der Mitarbeiter. Diese sukzessive Form der Beteiligung ist für den Einzelnen in der Regel leichter zu finanzieren, bietet sich allerdings nur bedingt für große und einmalige Investitionsvorhaben an.

Bei kontinuierlichem Kapitalbedarf - beispielsweise für Investitionen im Rahmen einer Wachstumsstrategie - kann diese Form der Mitarbeiterkapitalbeteiligung jedoch die notwendigen Mittel bereit stellen. Um die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft nicht zu beeinträchtigen, bleiben Beteiligungen fast immer unter der Marke von 25 Prozent, so Beraterin Felden.

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