Beiträge der Sparkassen
Probleme bei Kreditnehmern frühzeitig lösen

Die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat in den Bilanzen der mittelständischen Unternehmen tiefe Spuren hinterlassen. Welche wichtigen Beiträge Sparkassen als regional verwurzelte Kreditinstitute in der Krise leisten, ist indes viel zu wenig bekannt.

BAD KREUZNACH. Die stete Zunahme der Unternehmensinsolvenzen spricht eine deutliche Sprache: Die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat in den Bilanzen der mittelständischen Unternehmen tiefe Spuren hinterlassen. Gerade in schwierigen Zeiten haben die Sparkassen als Hausbanken eine besondere Verantwortung für ihre Firmen- und Gewerbekunden, mit denen sie oft eine langjährige Geschäftsbeziehung verbindet. Welche wichtigen Beiträge Sparkassen als regional verwurzelte Kreditinstitute in der Krise leisten, ist indes viel zu wenig bekannt.

Die regional fest verankerte Sparkassen verstehen sich als „Partner des Mittelstands“. Das ist kein Lippenbekenntnis, sondern Verpflichtung. So werden auch beim Sanierungsmanagement seit kurzem völlig neue Wege beschritten. Wege, die den heutigen Anforderungen an eine regionale Sparkasse entsprechen und in die Gesamtstrategie als „ganzheitliche Vertriebs-sparkasse“ eingebunden sind.

Für die Früherkennung wirtschaftlicher Schwierigkeiten bei mittelständischen Kreditkunden stehen neben den langjährigen Erfahrungen der Kundenbetreuer auch EDV-gestützte Instrumentarien zur Verfügung. Zeichnen sich eine strategische Krise oder auch eine Ertragskrise ab, wird in enger Kooperation mit den Kreditnehmern eine Unterstützungsstrategie erarbeitet. Diese schlägt ganz konkrete Schritte vor, die aus dieser krisenhaften Situation herausführen. Mittels einer so genannten Watch-List wird anschließend im Blick behalten, ob die verabredeten Sanierungsbausteine wirken oder ob es weiteren Korrekturbedarf gibt.

Manchmal zeigt sich dabei, dass diese Hilfestellung nicht ausreichend ist. Für diese sanierungsbedürftigen und sanierungsfähigen Unternehmen wurde eine moderne Auffanglösung entwickelt. Mit einer sparkasseneigenen Beteiligungsgesellschaft – die in Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle einnimmt - wurde ein völlig neues Instrument für das Sanierungsmanagement entwickelt. Diese Beteiligungsgesellschaft ermöglicht es, betroffene Unternehmen durch den Erwerb von Gesellschaftsanteilen bei der Überwindung der Krise zu unterstützen.

Dies geht über die klassischen Mittel wie Sanierungs- und Überbrückungskredite, Umschuldungen, Stundungen, Forderungsverzichte und ähnliches hinaus - und eröffnet Kreditnehmer wie Kreditgeber eine Handlungsoption, die das bestehende Instrumentarium sinnvoll ergänzt. Das Ziel ist dabei, durch die Übernahme unternehmerischer Verantwortung eine drohende Insolvenz zu verhindern. Hinter diesem neuen Konzept der Risikosteuerung und des Problemkreditmanagements steht eine gemeinsame Idee: Durch zielführendes Handeln der Verantwortung für die mittelständische Wirtschaft und ihre Arbeitsplätze gerecht zu werden - und damit für die Menschen in der Region. Peter Scholten ist Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%