Beratung bei Nachfolgeregelung und Entschuldungsfragen
Rat bei wichtigen Lebensfragen

Auf der Internationalen Automobilmesse vor sechs Jahren war er der Hit: der Prototyp eines kleinen Sportwagens, zusammengesetzt aus Motor, Leuchten und Bremsen, die den Erbauern von den großen Autoherstellern geschenkt worden waren.

MÜNCHEN. Daraus entwickelten die Studienkollegen Philipp Will und Herbert Funke eine Geschäftsidee, aus der die Funke & Will AG im sächsischen Großenhain mit 47 Mitarbeitern und 6 Mill. Euro Umsatz heranwuchs. Jährlich wickelt sie rund 50 Bestellungen für ihren flotten Zweisitzer „Yes“ ab.

Außerdem haben die Ingenieure mit dem Designer Oliver Schweizer den Wohnwagen „Paul & Paula“ herausgebracht, der in diesen Tagen in Serienproduktion geht und es auf europäische Campingplätze schaffen soll.

Trotz Börsennotierung ist und bleibt Funke & Will ein typischer Mittelständler, der auf dem Weg zum Erfolg mit einer Sparkasse zusammengearbeitet hat. Sie ist für viele kleine und mittlere Unternehmen der „natürliche Partner des Mittelstandes“, sagt der Vizepräsident des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Gustav Adolf Schröder.

Die Sparkassen rühmen sich, der Partner vor Ort zu sein. In strukturschwachen Gegenden, aus denen sich die Großbanken zurückgezogen haben, sind die kleinen Banken noch vertreten. Aber gerade in Ostdeutschland sind schon Einschnitte geplant. Den Sparkassen in den neuen Ländern steht eine Fusionswelle bevor, hat der Ostdeutsche Sparkassen- und Giroverband (OSGV) in Berlin angekündigt. Von den 60 Mitgliedsinstituten würden in zwei bis drei Jahren nur noch 20 bis 30 übrig bleiben.

„Durch die geplante Kommunalreform in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind wir zu diesem Schritt gezwungen“, sagt der Präsident des OSGV Rainer Voigt. „Es gibt viele Insolvenzen im Osten und der Werteverfall bei Immobilien ist sehr groß.“ Mit der Schließung der Filialen gehen auch Kündigungen einher. „Im Backoffice-Bereich werden wir künftig weniger Mitarbeiter haben, im direkten Kundenkontakt eher mehr“, sagt Voigt.

Laut HfB, Business School of Finance & Management, in Frankfurt gibt es in der Firmenbetreuung mehr Wettbewerb. Die Großbanken haben die mittelständischen Kunden erneut entdeckt, außerdem ausländische Banken wie die Royal Bank of Scotland und staatliche Förderbanken. „Die Sparkassen befinden sich in einem Spannungsfeld von traditionellem regionalen Auftrag und erhöhten Renditeerwartungen“, erläutert Jürgen Moormann, Professor an der HfB. Und fügt hinzu: „Sollte eine Sparkasse einen Kunden mit schlechter Bonität fördern, wo sie doch eine adäquate Rendite erwirtschaften soll? Immer öfter entscheiden Rating-Systeme über Kredite, wobei in Zukunft die lokalen Informationen aus dem Sport- oder Schützenverein über einen Kunden verloren gehen.“

Außerdem sehen Firmenkunden die Beratungsqualität der Banken und Sparkassen kritisch, stellte ein TÜV-Report bereits 2003 fest. Kleine Unternehmen aus dem Handwerk und der Industrie wollten beispielsweise bei Nachfolgeregelungen, Entschuldungsfragen und Liquiditätsmanagement beraten werden. Dafür sollten die Firmenbetreuer sich aus ihrem kreditlastigen Denken lösen, kreative Problemlösungen entwickeln und aktives Cross-selling vorantreiben, sagt Moormann und moniert: „Das Ausrichten der Geschäftsaktivitäten an der Entwicklung der Kundeninteressen findet viel zu wenig statt.“

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