Beschriftungslaser
Abschied von Aufdruck und Gravur

Mit Laser kann man feinste Buchstaben und Grafiken in Stahl, Aluminium, Kunststoff, Leder, Holz, Stein oder Glas gravieren. Und berührt die Oberfläche dabei nicht einmal. Empfindliche Materialien, die etwa beim Meißeln bröckeln könnten, bleiben so unversehrt.

KÖLN. Wenn es um die Vorzüge von Lasern geht, kommt Ulrich Petschke ins Schwärmen. Beschriftungslaser können Verpackungen und Fertigungsteile beschriften, sie ersetzen Meißel, Säure, Stempel und Druckpresse. Niemand muss Farbe kaufen und nachfüllen. Außerdem, erklärt der Lasertechnikingenieur beim Laserbearbeitungs- und Beratungszentrum (LBBZ) in Geilenkirchen, sei die Beschriftung mit gebündeltem Licht ziemlich haltbar. „Bei Steinbohrern würde im Einsatz ein Aufdruck schnell abgerieben“, sagt Petschke. „Eine Lasermarkierung ist tiefer. Um sie zu entfernen muss man die Stelle richtig abschleifen." Diese Vorzüge waren für das Unternehmen RPC Formatec aus Mellrichstadt in der Rhön ausschlaggebend. Dort hat man 2000 zwölf Laserbeschrifter gekauft, mit denen der Betrieb nun bis zu vier Millionen Inhalatoren im Monat beschriftet, die er für Boehringer Ingelheim produziert. „Bei medizinischen Produkten ist es besonders wichtig, dass die Beschriftung abriebfest ist, weil der lungenkranke Patient den Inhalator öfter und länger in der Hand hält als andere Dinge“, sagt Produktionsleiter Karl-Jürgen Zimmerer.

Auf dem eiförmigen, sieben Zentimeter großen Gerät finden neben der Seriennummer ein Schriftzug mit dem Produktnamen „Handihaler“ sowie Logo und Adresse von Boehringer Ingelheim Platz - alles in schwarz auf grauem Grund. Neben der Abriebfestigkeit schätzt Zimmerer auch das Tempo, das die Laser vorlegen: „Sie sind ungefähr doppelt so schnell wie unsere Druckmaschinen, die wir für andere Produkte benutzen.“ Außerdem sei die Arbeit mit den Lichtstrahlen sehr sauber. „Es gibt keine Farbspritzer, man muss nichts reinigen. Und Dämpfe, die eventuell beim Laserbeschriften entstehen, werden direkt abgesaugt.“

Während eine normale Druckmaschine Farbpigmente auf das Material aufträgt, gleicht die Laserbeschriftung eher einem Brandzeichen. Der Lichtstrahl kann aber auch gezielt Oberflächen abtragen, etwa eine Lackschicht, so dass die darunter liegende Farbe zum Vorschein kommt. Wenn Text oder Logos aufs Material kommen, spricht der Fachmann von „Beschriften“. „Markieren“ heißt es bei Chargennummern, Barcodes und Skalen.

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