Beteiligungsgesellschaft der Unternehmer-Dynastie: Finanzinvestor Quandt finanziert Mittelständler

Beteiligungsgesellschaft der Unternehmer-Dynastie
Finanzinvestor Quandt finanziert Mittelständler

„Am Pilgerrain 17“ in Bad Homburg ist eine der vornehmsten Adressen für deutsches Beteiligungskapital. In der Villengegend im Vordertaunus hat die Equita Management GmbH ihren Sitz, deren Mehrheitsgesellschafterin die Harald-Quandt-Holding ist.

FRANKFURT. Mit der Unternehmer-Dynastie (BMW, Altana) im Rücken verfolgt Equita das Ziel, sich mit Eigenkapital unternehmerisch an mittelständischen Unternehmen zu beteiligen. „Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen mit Umsätzen zwischen 50 Mill. und 250 Mill. Euro“, sagt Michael Hönig, geschäftsführender Gesellschafter bei Equita.

Die bankenunabhängige Beteiligungsgesellschaft verfolgt eine andere Philosophie als viele der meist angelsächsischen Finanzinvestoren, die ihre Unternehmenskäufe in jüngster Zeit mit einem hohen Anteil Fremdkapital finanzierten und sich relativ rasch wieder von ihren Investments trennten. „Die Wertsteigerung soll durch unternehmerische Tätigkeit erreicht werden. Wir schöpfen den Spielraum, den die Finanzierungspakete der Banken heute bieten, gar nicht vollständig aus“, erläutert Hönig. Es gebe Bedenken im Markt, denen zufolge die Finanzierungsseite bei den Transaktionen im Mittelstand ein zu großes Gewicht bekommen hat.

Für Equita leistet die Industriellenfamilie im Hintergrund gute Dienste als Türöffner bei familiengeführten Unternehmen. „Der Name Quandt ist auch ein Marketing-Vorteil, schließlich assoziiert der Firmeninhaber im Mittelstand damit einen unternehmerischen Hintergrund bei Equita“, sagt Hans J. Moock, der im vergangenen Jahr von der zur schwedischen Wallenberg-Familie zählenden Beteiligungsgesellschaft EQT zu Equita wechselte. Um kein „Reputationsrisiko“ für die Quandts einzugehen, sucht Equita ertragsstarke Unternehmen mit erfolgreichen Management-Teams, die noch Wachstumspotenzial besitzen. Anlass für Beteiligungen kann beispielsweise die Expansion ins Ausland, die Übernahme eines Konzernteils durch das Management oder eine Veränderung im Gesellschafterkreis sein. Zu den Investments von Equita zählen etwa die Geka Brush GmbH, die Verpackungen für flüssige Farbkosmetik herstellt, und der Holzverarbeiter Klenk. Durch die Stärkung der Kapitaldecke konnte Klenk eine Mehrheitsbeteiligung am größten deutschen Holzernteunternehmen – der Thurn und Taxis Waldpflege GmbH – erwerben und so die Rohstoffversorgung sichern.

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