Beteiligungsmarkt
Nord Holding bleibt Firmen lange treu

Die Nord Holding, eine der ältesten deutschen Beteiligungsgesellschaften, sieht „exzellente Wachstumschancen“. Sie sagt aber auch einen härteren Wettbewerb um mittelständische Unternehmen voraus.

FRANKFURT. „Die von Investmentbanken betreuten Auktionen nehmen deutlich zu; exklusiv verhandelte Deals werden seltener“, sagt Matthias Kues, Sprecher der Geschäftsführung der Nord Holding, deren Wurzeln bis 1969 zurückreichen.

Die Hannoveraner unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von den Konkurrenten. Sie investieren nicht aus einem geschlossenen Fonds, sondern aus einer „Evergreen-Konstruktion“ heraus mit flexibler Laufzeit. Während beispielsweise die angelsächsischen Finanzinvestoren ihre Beteiligungen nach vier bis sieben Jahren wieder abstoßen, ist die Nord Holding bei einigen Firmen schon seit über 30 Jahren engagiert. Ihre Gesellschafter sind auch keine privaten Versicherungen oder Großbanken, sondern Landesbanken, Sparkassen und öffentliche Versicherer. Die Nord Holding versteht sich laut Kues als „Vollsortimenter auf der Eigenkapitalseite“, der sowohl Mehrheitsbeteiligungen im Rahmen von Nachfolgeregelungen als auch stille Beteiligungen zur Stärkung der Kapitaldecke anbietet.

Das Mittelstandssegment im Beteiligungsmarkt ist mittlerweile heiß umkämpft. Nach einer Studie der Fachleute bei Avida Advisers sammeln derzeit 122 „Mid-Sized-Buyout-Fonds“ in Europa Geld ein, um es bei kleinen und mittleren Unternehmen zu investieren. Alleine in Deutschland sollen 2006 rund vier Mrd. Euro für neue Fonds bereitgestellt werden.

Die Nord Holding sucht Mittelständler mit Umsätzen zwischen 20 Mill. und 450 Mill. Euro Umsatz. Die freien Mittel veranschlagt Kues momentan auf 150 Mill. Euro, bei etwa 120 Anfragen pro Jahr werden bis zu acht Beteiligungen realisiert. Begehrt sind Firmen, denen die kritische Masse fehlt, um international expandieren zu können.

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