Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
Zinsschranke bleibt trotz Kritik bestehen

Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz will die Regierung den Unternehmen die Abrechnung erleichtern. Gleichzeitig reagiert sie auf die gestiegenen Anforderungen internationaler Vergleichbarkeit. Auch für Mittelständer gibt es einige wichtige Anpassungen.

DÜSSELDORF. Die aktuellen Anpassungen im Bilanz- und Steuerrecht haben erhebliche Auswirkungen auf das Handeln mittelständischer Unternehmen. Insbesondere bei Fragen des Wachstums und der Finanzierung stellen sie wesentliche Determinanten dar.

Der Gesetzgeber hat mit dem Regierungsentwurf zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) auf die gestiegenen Anforderungen der Märkte nach internationaler Vergleichbarkeit deutscher Bilanzierungsnormen reagiert. Der Regierungsentwurf, mit dessen Verabschiedung nach der Sommerpause 2008 gerechnet wird, zeichnet sich durch die Abschaffung international unüblicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aus. Er hält jedoch an den wesentlichen bewährten deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungsstandards fest.

Die für die mittelständische Bilanzierungspraxis relevanten Anpassungen umfassen dabei insbesondere die Abschaffung des generellen Aktivierungsverbotes selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte. Auch die Verpflichtung zum Ansatz aktiver latenter Steuern sowie die Abschaffung des Ansatzwahlrechtes von Aufwandsrückstellungen werden für mittelständische Unternehmen von Bedeutung sein. Zu begrüßen sind aus Sicht des Mittelstandes ebenso die Verankerung des Grundsatzes der wirtschaftlichen Zurechnung sowie die Beibehaltung des Prinzips der Maßgeblichkeit zwischen Handelsbilanz- und Steuerbilanz.

Wie Umfragen bei mittelständischen Unternehmen zeigen, hat der deutsche Gesetzgeber mit dem BilMoG richtig und rechtzeitig reagiert. Denn die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen lehnt eine verpflichtende Einführung der IFRS (auch der IFRS for SME) auf Grund deren Komplexität ab. Die Anwendung "IFRS-naher" Ansatz- und Bewertungsgrundsätze ab dem Geschäftsjahr 2009 wird zwar zu einem Umstellungsaufwand im Mittelstand führen, es kann aber auf die in Deutschland gängige Bilanzierungspraxis kapitalmarktorientierter Unternehmen zurückgegriffen werden.

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