Bonds
Was Mittelständler bei Anleihen beachten müssen

Unternehmensanleihen sind gefragt wie nie. Gutes Ansehen in der Öffentlichkeit und Vertrauen der Anleger steigern die Erfolgsaussichten der Emittenten. Über die Hintergründe eines neuen Höhenfluges.

MÜNCHEN. In diesem Jahr wurden bisher Unternehmensanleihen mit einem Volumen von mehr als 220 Milliarden Euro emittiert - das ist ein neuer Rekord. Zum Vergleich: Bislang belegte das Jahr 2001 den Spitzenplatz bei Neuemissionen. Doch damals wurden lediglich Anleihen im Wert von rund 180 Milliarden begeben.

Den Grund für diesen Ansturm am Bondmarkt lieferte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer Juli-Umfrage zum Kreditgeschäft im Euro-Währungsgebiet: Die Nettokreditvergabe sei verhalten bis zuweilen negativ. Bezogen auf Unternehmenskredite habe sich der prozentuale Saldo der Banken von 64 Prozent im vierten Quartal 2008 auf 43 Prozent im ersten Jahresviertel 2009 und auf aktuell nur mehr 21 Prozent verringert. Betroffen von dieser restriktiven Kreditvergabe ist vor allem der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Da viele mittelständische Unternehmen nicht mehr durchgängig davon ausgehen können, von ihrer Hausbank die für sie richtige Finanzierungslösung zu erhalten, ist der Weg an den Kapitalmarkt zu einer sinnvollen Ergänzung geworden.

Doch so attraktiv die Emission einer Anleihe unter diesen Umständen auch sein mag: Der damit verbundene Aufwand sollte nicht unterschätzt werden. Großbanken sind in der Regel kaum an der Begleitung von Anleihen mit geringen Volumina interessiert. Für den Mittelstand heißt das, er braucht einen erfahrenen Partner, der einen speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Service bieten kann.

Darüber hinaus müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein, um eine Anleihe erfolgreich platzieren zu können: Das Unternehmen sollte über eine gute und stabile Bonitätssituation verfügen. Idealerweise wird dies über ein externes Mittelstandsrating im Bereich Investmentgrade transparent gemacht. Außerdem muss eine grundsätzliche Bereitschaft zur Transparenz beim Unternehmen vorhanden sein.

Für den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Wertpapierverkaufsprospekt müssen Geschäftszahlen und Unternehmensstrukturen aufgezeigt werden, die so auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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