Branche in Basel traditionell stark vertreten
Chemie-Giganten sorgen für Wohlstand

Der Region Basel geht es wirtschaftlich gut - und das schon seit Jahrzehnten. Im Vergleich mit anderen Regionen der Schweiz und Europas liegen die Wachstumsraten höher und die Arbeitslosenquote niedriger. Und aus den entsprechenden Wirschaftsanalysen geht hervor, dass jeder zweite Umsatzfranken in der Region auf die "Basler Chemie" zurückzuführen ist.

BASEL. Die Basis für die wirtschaftliche Prosperität der Region Basel ist vor 150 Jahren gelegt worden. Soweit reichen die Ursprünge der florierenden chemischen und pharmazeutischen Industrie zurück. Was mit der Herstellung von Farben begann, hat sich bis zum heutigen Tag zu einer Industrie entwickelt, die Spezialitätenchemikalien, Saatgut und Landwirtschaftsprodukte, chemisch und biotechnologisch hergestellte Arzneien sowie Produkte der Medizintechnik verkauft.

Weil die Firmen in der Schweiz nur einen sehr kleinen Heimmarkt bedienen können, verfolgen sie seit jeher einen Globalisierungs-Ansatz: So haben sie ihre ersten Auslandsvertretungen und -produktionen schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingerichtet.

Die beiden Flaggschiffe der Basler Industrie heißen Novartis und Roche. Die beiden Pharmakonzerne befinden sich ganz vorn in der Rangliste der weltgrößten Pharma-Hersteller: Novartis, das Fusionsprodukt von Sandoz und Ciba-Geigy, befindet sich auf dem fünften, Roche auf dem sechsten Rang. Beide Konzerne zeigen sich derzeit umsatzmäßig von ihrer besten Seite und erzielen insbesondere im Onkologiebereich mit neuen Präparaten hohe Zuwachsraten.

Ganz vorn im Geschäft mit Insekten-, Pilz- und Unkrautmitteln sowie Saatgut liegt Syngenta. Das Unternehmen ist aus den Agrodivisionen von Novartis und der britischen Astra Zeneca hervorgegangen. Syngenta brillierte im vergangenen Jahr mit der besten Aktienperformance aller 24 Schweizer Blue Chips. Der Konzern verfügt über eine junge Produktpipeline, ist ein Meister schlanker Strukturen und profitiert von einer weltweit endlich besser werdenden Landwirtschaftskonjunktur.

Das Geschäft mit den Spezialchemikalien bestreiten die Ciba SC und Clariant. Ciba umfasst den Großteil der ehemaligen Chemiedivision von Ciba-Geigy. Clariant ist eine der größten europäischen Spezialchemiefirmen, zusammengesetzt aus den Chemieaktivitäten der ehemaligen Sandoz, der deutschen Hoechst und der britischen BTP. Die beiden Unternehmen befinden sich zur Zeit allerdings nicht in Höchstform. Ihnen bereiten Überkapazitäten, steigende Rohmaterialpreise, Währungsentwicklung und nicht zuletzt die wachsende Konkurrenz aus Asien Sorgen.

Seite 1:

Chemie-Giganten sorgen für Wohlstand

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%