Branche sieht neue Chancen im Frankfurter „Alternative Standard“ für kleinere Firmen
Börsenmakler hoffen auf neues Segment

Die arg gebeutelten Wertpapiermakler in Deutschland hoffen auf eine Renaissance durch das geplante Börsensegment für kleine Firmen der Deutschen Börse. Lange vor dem Start des „Alternative Standard“ – so der Projektname – laufen sich die kleinen Wertpapierhandelsbanken mit Seminaren für börsenwillige Mittelständler und Personaleinstellungen warm.

FRANKFURT/M. Denn schon jetzt drängen einige Firmen an die Börse, die später in den „Alternative Standard“ wechseln wollen. Die Hoffnung der Broker: Die Börsengänge begleiten, Research anbieten und später auch Aufträge für Kapitalerhöhungen erhalten. Finanzkreisen zufolge soll das Projekt am 21. November starten.

Die Broker in Deutschland haben eine lange Durststrecke hinter sich. Während sie in der Boomphase der Märkte Ende der 90er-Jahre exzellent verdienten, wurden sie vom Platzen der Blase ab März 2000 kalt erwischt. Außerdem gräbt ihnen der anhaltende Trend zur Elektronisierung des Handels das Wasser ab. Die Folge: Insolvenzen und Firmenzusammenschlüsse. Gab es Mitte der 90er-Jahre noch mehr als 100 Broker in Deutschland, zählt der BWF heute nur noch 30 Mitglieder.

Das neue Börsensegment soll nun wieder für neuen Schwung sorgen. Mit dem „Alternative Standard“ will die Deutsche Börse den Alternative Investment Market (AIM) der Londoner Börse kopieren, an dem mittlerweile 1 300 Firmen gelistet sind. „Sollte sich der Alternative Standard auch nur annähernd so erfolgreich entwickeln wie der AIM, wäre dies für die weitere Entwicklung der Branche in Frankfurt ein sehr positiver Impuls“, sagt Michael Sterzenbach, Geschäftsführer des Branchenverbandes BWF. Schließlich sei angesichts der relativ kleinen Transaktionen kaum zu erwarten, dass die großen Banken sich hier tummelten. „Die Mehrzahl der Emissionen dürfte eher im zweistelligen Millionenbereich liegen. Dabei sind primär Kapitalerhöhungen zu erwarten“, schätzt Lutz Weiler, Chef des Brokers Equinet. Mittelfristig rechnen Experten mit einer dreistelligen Firmenzahl an dem Segment.

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