Branchenverband
Maschinenbauer trotzen Finanzkrise – noch

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sehen sich auch nach der jüngsten Zuspitzung der Finanzkrise davon unberührt. Allerdings kann der Branchenverband das Glück selbst kaum fassen - und traut dem Frieden nicht so recht.

HB FRANKFURT. "Seltsamerweise spüren wir die Verwerfungen an den Finanzmärkten immer noch nicht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Hannes Hesse. "Unsere Mitgliedsfirmen haben keine Finanzierungsprobleme."

Er könne sich das nur so erklären, dass der Maschinenbau als seriös und als zukunftssicher gelte und deshalb ein gern gesehener Kunde sei. "Die Vorstände großer Banken umgarnen uns regelrecht. Das hat es vor fünf Jahren noch nicht gegeben."

Hesse warnte aber davor, die Pleiten und Beinahe-Pleiten bei angelsächsischen Banken und Versicherungen zu verharmlosen: "Es muss uns irgendwie treffen. Wenn die Finanzkrise voll auf die Realwirtschaft durchschlägt, haben auch wir irgendwann ein Problem." Derzeit laufe die Produktion aber noch hervorragend - trotz einer gewissen Abkühlung bei den Auftragseingängen. "Wir sind im Zenit des Zyklus", sagte Hesse, "von einem so hohen Niveau aus können wir uns kaum noch steigern."

Spätestens mit den rückläufigen Auftragseingängen im Juli war klar geworden, dass die seit fünf Jahren andauernde Boomphase des deutschen Maschinenbaus zu Ende gegangen ist. Vor allem die Hersteller von Druck, Textil- und Baumaschinen verzeichnen rückläufige Bestellungen, während es bei der Landtechnik und den Werkzeugmaschinen weiter gut läuft.

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