Brennwert-Thermen
Deutsche Wärmetechnik heizt den Europäern ein

Effiziente Brennwert-Thermen setzen sich in Europa durch. Ihr Vorteil: Sie können auch die Wärme im Abgas mitnutzen. Deutsche Unternehmen profitieren von der Entwicklung, denn die Technik dafür kommt aus der Bundesrepublik.

BERLIN. Beim Thema „wandhängende Gas-Thermen“ kommt Dieter Müller ins Schwärmen. „Das ist momentan der größte Markt in Europa“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Heizungsgeräte-Herstellers Vaillant GmbH begeistert. Genauer gesagt, geht es um Brennwert-Heizungen, die auch die Wärme im Abgas mitnutzen.

Bei herkömmlichen Niedertemperaturkesseln ist das nicht der Fall. Dort verschwinden die Abgase mit Temperaturen von 150 bis 200 Grad in die Atmosphäre. Bei der Brennwerttechnik dagegen werden 98 Prozent der eingesetzten Energie tatsächlich genutzt – ein Wert, der sich nach Ansicht von Experten technisch nicht weiter steigern lässt.

„Volumenmäßig spielt die Musik dabei nicht in Deutschland“, erklärt Vaillant-Vize Müller. „Das größte Volumen haben wir in England.“ Die Briten kauften im vergangenen Jahr 1,5 Mill. Brennwertgeräte, alleine 375 000 von dem Unternehmen aus Remscheid. So wuchs Vaillant in Großbritannien von 2005 auf 2006 um neun Prozent, der Umsatz liegt mit 360 Mill. Euro im Jahr nur noch knapp hinter Deutschland, wo das Heiztechnikunternehmen 390 Mill. Euro umsetzte.

Ähnlich wie Vaillant legte die gesamte heiztechnische Industrie Deutschlands zu, die momentan zumindest den westeuropäischen Markt dominiert. Der Marktanteil deutscher Unternehmen in Großbritannien liegt nach Angaben des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie und Umwelttechnik e.V. (BDH) bei 50 Prozent, in Frankreich gar bei 85 Prozent. Ähnlich sieht es in den Niederlanden aus. Ebenso in Italien – mit immerhin 1,1 Mill. verkaufter Geräten volumenmäßig zur Zeit der zweitgrößte Brennwert-Markt Europas.

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