Brun-Hagen Hennerkes
Der Anwalt für den Mittelstand

Er ist die Stimme der Familien-Unternehmer in Deutschland - nun hat er ihnen eine Stiftung in Berlin gegründet. So will der erfahrene Firmenberater sein Klientel näher an das Berliner Machtzentrum bringen.
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DüsseldorfEs ist noch kein Jahr her, da beschwerte sich Brun-Hagen Hennerkes, dass die Manager großer Konzerne in Berlin den Ton angeben. „Wir Familienunternehmer werden von der Politik nicht angemessen wahrgenommen“, sagte der Gründer und Vorstand der Stiftung Familienunternehmen. Seinen Worten hat er nun Taten folgen lassen.

Heute eröffnet die Stiftung in Berlin am Pariser Platz ihre erste eigene Repräsentanz, das Haus der Familienunternehmer. „Es war überfällig, dauerhaft dort präsent zu sein, wo politische Diskussionen geführt und Entscheidungen getroffen werden“, sagt Hennerkes.
Der 72-Jährige arbeitete seit 1971 als Anwalt für Familienunternehmen. Dabei kümmerte er sich vor allem um Probleme bei der Nachfolge, und beriet in Stiftungs- und Finanzierungsfragen. Hennerkes saß in mehr als 95 Aufsichts- und Beiräten von Familienunternehmen, darunter Bijou Brigitte, Hugo Boss und Edding. Seit 1987 lehrt er zudem in Stuttgart und Witten-Herdecke.

Und weil seine Mandanten so verschwiegen sind und er selbst so gut vernetzt ist, ist Hennerkes selbst seit vielen Jahren gefragt, wenn es darum geht, Familienunternehmen eine Stimme zu geben. Dann spart er auch nicht mit Kritik an der Bundeskanzlerin und mahnt mehr Rücksicht für Familienunternehmen bei Energie, Währungs- oder Steuerfragen an. Mittlerweile fördern 350 Firmen seine Stiftung. Ein Erfolg für Hennerkes, wie Nicola Leibinger-Kammüller findet. Die Vorsitzende der Geschäftsführung des Maschinenbauunternehmens Trumpf sagt: „Familienunternehmen werden heute viel stärker als Rückgrat der Wirtschaft und als Wachstumsmotor wahrgenommen als noch vor zehn Jahren.“

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  • Ein höchst erfreulicher, überfälliger Schritt! Alle Parteien loben den Mittelstand als Rückgrat unserer Gesellschaft, weil er die meisten Steuern zahlt, die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze schafft und am längsten zögert, bevor er Mitarbeiter entlässt, und weil seine Lenker, die Unternehmensinhaber, das volle Risiko für ihre Entscheidungen tragen. Denn im Gegensatz zu Managern werden sie, wenn sie ein Unternehmen voll gegen die Wand fahren, nicht noch großzügig abgefunden, während die Mitarbeiter sehen können, wo sie bleiben, sondern sie sind auch selbst bankrott, auch privat. Und doch ist es ausgerechnet dieser Mittelstand, dem die Politik, von den Unionsparteien bis zu Rot-Grün, durch eine ständig steigende Flut von Regulierungen, Verordnungen, Berichts- und Dokumentationspflichten und Gesetzen das Leben ganz besonders schwer macht, während die angeblichen Mittelstandsförderungsmaßnahmen nicht etwa von gebeutelten Mittelständlern, sondern von Großkonzernen abgeschöpft werden, weil der bürokratische Aufwand für die Beantragung dieser Mittel so groß ist, dass die dadurch verursachten Kosten in keiner Relation zum Nutzen stehen. Das rechnet sich nur für Großkonzerne, die Extraabteilungen zur Abschöpfung von Fördermitteln und zur Abarbeitung aller übrigen Bürokratiemonster beschäftigen. Dadurch wird die unter Rot-Grün perverserweise gerade im Umweltschutzbereich vorangetriebene Überbürokratisierung und Regulierungswut zum systematischen Wettbewerbsnachteil für den Mittelstand. Es wird höchste Zeit, dass sich dieser endlich zusammenschließt und seine Interessen gegenüber der Politik vertritt.

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