Bündelungseffekte
Wettbewerber forschen gemeinsam

Kooperationen bei Forschung und Entwicklung (FuE) haben sich als wichtiges Instrument des Innovationsmanagements etabliert. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn in einer Untersuchung. Das gelte sowohl bei größeren als auch bei kleineren Unternehmen.

HB DÜSSELDORF. Das IfM hat in seiner Studie untersucht, unter welchen Umständen und mit wem Unternehmen Forschungs- und Entwicklungs-Kooperationen eingehen. Dabei haben die Forscher erstmals FuE-Partnerschaften zwischen Unternehmen auf derselben Wertschöpfungsstufe, also potenziellen Wettbewerbern, aber auch Kooperationen auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen, etwa mit Lieferanten oder Kunden, sowie gemeinsame Initiativen mit Forschungseinrichtungen untersucht und analysiert.

Die wichtigsten Ergebnisse der Analyse: Laut IfM sind Erfahrungen im Umgang mit Kooperationen und eine überdurchschnittliche technologische Leistungsfähigkeit der Unternehmen sehr förderlich für FuE-Kooperationen. Die Studie hat zudem gezeigt, dass die zwischenbetriebliche FuE-Kooperation grundsätzlich von der Unternehmensgröße unabhängig ist. Mit Forschungseinrichtungen kooperieren vor allem größere Unternehmen und solche, die ihren Standort in Ostdeutschland haben. Auffällig ist laut IfM, dass kooperierende Firmen häufiger externe Berater konsultieren und ihre Belegschaft am Profit beteiligen. Ob eine Firma vom Eigentümer geführt wird oder welchem Industriezweig sie angehört, spielt dagegen keine Rolle bei der Entscheidung für eine FuE-Kooperation.

Wesentlicher Grund für die Zusammenarbeit ist dabei weniger, die eigene Forschung zu verringern oder gar zu ersetzen, sondern vielmehr, um Bündelungseffekte zu erzeugen und dabei die eigenen Kompetenzgrenzen zu erweitern.

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