Business Travel 2013: Firmen verlieren teure 48 Minuten pro Geschäftsreise

Business Travel 2013
Firmen verlieren teure 48 Minuten pro Geschäftsreise

Auf Geschäftsreisen setzen Konzerne ihre beste Ressource ein, um einen Deal unter Dach und Fach zu bringen: den hochqualifizierten Mitarbeiter. Doch selten wird der Trip professionell geplant – das kann teuer werden.
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DüsseldorfKeine Frage: Auch in Zeiten des Internets ist der persönliche Kontakt aus Sicht der Unternehmen gut fürs Geschäft. Knapp 90 Prozent der Firmen schicken ihre Mitarbeiter auf Reisen, um Geschäftspartner besser kennenzulernen und Geschäftsabschlüsse unter Dach und Fach zu bringen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Chefsache Business Travel“ des Deutschen Reiseverbands (DRV).

Dabei zählt auch der Aufbau von Netzwerken und der formlose Austausch mit Geschäftspartnern nach offiziellen Terminen zu den Hauptgründen, warum deutsche Unternehmen ihre Mitarbeiter auf Reisen schicken. Trotz neuer technologischer Möglichkeiten wie Videokonferenzen, denn das persönliche Aufeinandertreffen schafft Vertrauen und Sympathie und damit die Grundlage für langfristige Geschäftsbeziehungen.

Diese große Bedeutung schlägt sich jedoch oftmals nicht im professionellen Management der Dienstreiseetats nieder. Viele Unternehmen haben keinen Überblick über sämtliche anfallenden Kosten - schon gar nicht über verschiedene Firmenstandorte oder gar Ländergrenzen hinweg. Wichtige Stellschrauben zur Kostensteuerung und -optimierung werden, so heißt es in der Studie, gar nicht richtig genutzt.

So verlieren deutsche Unternehmen Jahr für Jahr laut DRV bei rund 164 Millionen Geschäftsreisen gut 130 Millionen Arbeitsstunden durch ineffizientes Management der Trips. Und bei jeder einzelnen Dienstreise gehen 48 Minuten Arbeitszeit verloren, die an anderer Stelle fehlen; mal wegen ungünstiger Anschlussverbindungen, mal wegen schlecht gelegener Unterkünfte.

Darüber hinaus kann eine fehlende strategische Ausrichtung von Dienstreisen dazu führen, dass Unternehmen durch ineffiziente Planung wertvolle Zeit und Geld verlieren. So läuft ein Manager, der wegen unprofessioneller Reiseplanung gestresst zum Termin mit dem Geschäftspartner kommt, Gefahr, einen negativen Eindruck zu hinterlassen – und senkt damit die Chancen auf einen Geschäftsabschluss.

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Gut für's Geschäft und für die Mitarbeiter

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  • Und wie viel Zeit geht gerade in großen Firmen für bürokratische Akte wie die Reisekostenabrechnung drauf?

  • Was soll dieser Artikel?

    Meine Erfahrung ist, dass bis einschließlich Abteilungsleiterebene der Mitarbeiter die Dienstreise „selbst“ bucht/plant. Es gibt Budget-Vorgaben, ein internes Buchungsprogramm oder bei kleineren Firmen greift man auf bekannte Webseiten zurück. Hat man ein Reisebüro, muss man dem ohnehin alles genau vorgeben. Die Hotels kennen die ohnehin nicht (woher denn...).

    Ab Hauptabteilungsleiter macht das die Assistentin.

    Hat man einen „geizigen“ Chef, fliegt man schon mal am Samstag über Paris nach Japan…. Das spart ordentlich (für die Firma) und man kann ja am Montag voll loslegen….

    Im Flugzeug arbeiten: Ein wirklicher Treppenwitz. Vorsicht, Nachbar, Hintermann etc sehen den Laptop. Gerne machen das Banker, der Mann hinten kriegt Stiel-Augen…..
    Irgendwelche Folien bringen nichts, Bösewichter können auch die Bildschirm-Signale abfangen.

    Was wirklich nervt, sind Verspätungen (Bahn/Flug) und Staus.

    Und – meine Erfahrung aus der Praxis -: Bei (teueren) Dienstreisen heißt es, 12 – 16 Stunden / Tag zu arbeiten. Es sei denn, man hat mit der Karriere bzw. einem weiteren Aufstieg abgeschlossen..

  • 48 Minuten sin weg! Einfach so? Wo sind sie hin gekullert? Unvorstellbar! Eine irrsinnige Verschwendung, - sind es immerhin 2880 Sekunden, die augenscheinlich vorsätzlich zwischen Bürotischkante und Telefon vergeudet werden.

    Und wo wir nun einmal dabei sind Zeit zu gewinnen: die Kugelschreibermine nach dem Gebrauch bitte nicht mit einem Klick-Klack im Gehäuse versenken, um nach x Minuten erneut Klack-Klick zu drücken. Summa Summarum sind das am Tag locker 70-80 Sekunden Klick-Klack, in der Woche fast 400 Sekunden und im Jahr, da können wir schon in Minute rechnen, über 290 Minuten! Das bedeutet, dass wir innerhalb eines Jahres anstelle des Klick-Klack locker 6 Geschäftsreisen buchen könnten. Aber da ist ja die Lobby des cleveren DRV (Deutscher Reise Verband), der die Nase leicht vor dem KKKV (Kugelschreiber-Klick-Klack-Verband) hat.

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