Businessetikette
Fettnäpfchen und Türöffner in Afrika

Trotz heterogener Bevölkerungsstrukturen und unterschiedlicher Wertvorstellungen: Auch im Geschäftsleben afrikanischer Staaten gibt es allgemeingültige Standards der Businessetikette. Was bei Geschäften auf dem Kontinent unbedingt zu beachten ist.
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KÖLN. Es gehört zum Wesen afrikanischer -Gesellschaften, dass dort verschiedene Völkergruppen und Kulturen zusammenleben. Die Stammeszugehörigkeit und die persönlichen Beziehungen haben auf dem Schwarzen Kontinent einen ganz besonderen Stellenwert. Doch obwohl die afrikanische Geschäftskultur vom jeweiligen Lokalkolorit geprägt ist, stimmt sie in wesentlichen Zügen mit den internationalen Gepflogenheiten überein.

Viele afrikanische Geschäftsleute wurden in Europa oder Amerika ausgebildet und haben meist Erfahrungen auf und mit beiden Kontinenten. Dementsprechend gibt es in Afrika nicht so viele Fettnäpfchen wie etwa in Ostasien. So ist es nur in Madagaskar wie in China ein Tabu, die Farbe Rot für Dokumente und Unterschriften zu verwenden.





Die geschäftlichen Verbindungen in Afrika werden durch die drei Hauptgeschäftssprachen erleichtert, die die jeweilige Kolonialgeschichte widerspiegeln: Englisch, Französisch und Portugiesisch. Französisch wird hauptsächlich in West- und Zentralafrika sowie der Sahelzone gesprochen, Portugiesisch in Angola, Mosambik und Guinea-Bissau. Das einzige Land mit Spanisch als Korrespondenzsprache ist Äquatorialguinea.

Beim Kommunikationsstil gibt es entsprechend dem individuellen kulturellen Hintergrund Unterschiede. In den meisten Fällen geht es Afrikanern aber darum, eine harmonische Geschäftsbeziehung aufzubauen und zu erhalten sowie Konfrontationen zu vermeiden. Dabei ziehen sie – ungeachtet ihrer Religion und Stammeszugehörigkeit – meist Beziehungen von Angesicht zu Angesicht vor. E-Mails und Geschäftsbriefe bleiben eher unbeantwortet liegen.



Für Geschäftstreffen ratsam und fast immer notwendig ist eine Terminvereinbarung. Diese sollte zum Beispiel in Südafrika so früh wie möglich gemacht werden, wenn Spitzenmanager oder hochrangige Staatsdiener im Spiel sind. In Ländern mit schwachen staatlichen Strukturen lassen sich Gespräche durchaus auch mal kurzfristig arrangieren.

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