Cebit
Kleinere IT-Unternehmen fühlen sich benachteiligt

Mittelständische IT-Unternehmen fühlen sich bei öffentlichen Projekten benachteiligt und schlecht informiert. Das gelte etwa für den Beschluss zum Ausbau der Breitbandnetze, der sich vor allem an die großen Telekommunikationsunternehmen richte. Aber auch für die elektronische Gesundheitskarte oder die Entwicklung von e-Government.

HB HANNOVER. Das beklagt der Verband des unabhängigen IT-Mittelstandes in Deutschland, VDEB, auf der Computermesse Cebit in Hannover: "Die Starken werden nochmals gestützt, der Mittelstand wird sich selbst überlassen", kritisierte der VDEB-Vorsitzende Oliver Grün.

Die von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturprogramme kämen bei den kleinen und mittleren Unternehmen nicht an - obwohl sie durchaus das Know-how für die entsprechenden Projekte hätten, hieß es. Der VDEB sieht darin eine Wettbewerbsverzerrung. Das gelte auch für die Diskussion um staatliche Hilfen für Unternehmen, die vor der Insolvenz stehen. "Wenn sie groß genug sind, wird ihnen geholfen, die Kleinen werden dem Sterben überlassen."

Der Verband repräsentiert nach eigenen Angaben rund 4 000 Unternehmen mit einem Umsatz zwischen einer und 50 Mio. Euro. Sie erwirtschafteten etwa die Hälfte des Branchenumsatzes, stellten 70 Prozent der Jobs und 80 Prozent des Ausbildungsplätze, hieß es.

Die Wirtschaftskrise werde im Mittelstand bisher noch relativ gelassen gesehen. Bei einer Umfrage in 100 Betrieben erwarteten zwei Drittel noch erfolgreiche oder zufriedenstellende Geschäfte in diesem Jahr. 54 Prozent wollten sogar neues Personal einstellen.

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