Chancen in den EU-Beitrittsländern und Asien
Der Osten lockt mit Dauerwachstum

Die "schlechte" Nachricht vorweg: Die deutschen Exporte wachsen im kommenden Jahr weniger dynamisch als 2004. Die gute Botschaft: Aber sie werden mit knapp sechs Prozent Zuwachs immer noch ansehnlich sein und in etwa dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre entsprechen. Damit ist der Außenhandel nach wie vor die tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft.

HB. Fünf Wochen vor dem Jahreswechsel können die Statistiker schon absehen, dass 2004 eine neue Rekordmarke erreicht wird: fast neun Prozent Zuwachs gegenüber 2003 ergeben 154 Milliarden Euro Außenhandelsüberschuss. Damit die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im internationalen Vergleich noch gesteigert werden kann, macht die Reform der sozialen Sicherungssysteme zur Kostensenkung ebenso Sinn wie die Verlängerung der Arbeitszeiten.

Doch was bedeutet das für den Mittelstand?Auch er hat durchaus Chancen auf den dynamischen Märkten in Asien."Auch wenn Europa der wichtigste Handelsraum für die deutsche Wirtschaft bleibt", so beschreibt Axel Nitschke, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK), die Aussichten, "so liegen die Wachstumsmotoren des deutschen Exports doch im Osten."

Wobei der Osten bis nach China reicht: "Je weiter östlich die Handelspartner lokalisiert sind, desto höher werden die Zuwachsraten der deutschen Ausfuhren sein", lautet Nitschkes Statement zur Umfrage der Auslandshandelskammern (AHK) über die Export- und Importchancen der deutschen Wirtschaft zum Jahreswechsel 2004/2005. Einige Länder in Asien versprechen sogar Zuwächse von elf Prozent - eine Entwicklung, an der auch deutsche Mittelständler teilhaben sollten.

Angesichts der großen Risiken, die mit dem Engagement im fernen Osten verbunden sind, rät der DIHK- Chefvolkswirt dem Mittelstand aber auch, die Märkte in der näheren Umgebung nicht aus den Augen zu verlieren. So ergäben sich durch die Aufnahme der zehn neuen EU-Mitglieder für deutsche Unternehmen beachtliche Chancen. Zusammen haben die Beitrittsländer bereits einen Anteil von 8,6 % am Gesamtvolumen der deutschen Ausfuhren - Tendenz steigend.

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