Chavez-Ankündigung
Venezuela steckt Milliarden in Petrochemie-Ausbau

Den Lieferanten von Raffinerien, Rohrleitungen und ähnlichem Zubehör für die Ölverarbeitungsbranche winkt ein Eldorado in Mittelamerika: Der venezoelanische Präsident Hugo Chavez will sein Land mit viel Geld von einem Rohöl- zu einem Ölprodukte-Exporteur verwandeln.

HB CARACAS. Chavez sagte am Sonntag, er wolle bis bis 2013 rund 700 000 Arbeitsplätze in der petrochemischen Industrie schaffen. Dafür müssten 20 Milliarden Dollar in den Ausbau investiert werden. Dadurch sollten die Jahreseinnahmen aus dem Verkauf von Ölprodukten wie Benzin, Diesel oder Schweröl auf 100 Milliarden Dollar steigen. Derzeit erzielt die Petrochemie-Branche in Venezuela Jahreseinnahmen von lediglich 1,7 Milliarden Dollar.

„Das große Ziel der petrochemischen Revolution ist, Venezuela zu einer petrochemischen Weltmacht umzubauen“, sagte Chavez. Bislang ist Venezuela Rohöl-Exporteur vor allem in die USA.

In wenigen Tagen wird der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Caracas zu einem Besuch erwartet. Chavez sagte, der iranische Präsident könne sich in Venezuela wie zu Hause fühlen. Auch der Iran werde vom amerikanischen „Imperium“ bedroht. Bei der Grundsteinlegung einer petrochemischen Anlage sagte er: „Sie werden womöglich sagen, er (Ahmadinedschad) komme, um Chavez' Atombombe zu inspizieren. Das hier ist eine Atombombe für Entwicklung und Leben.“

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