Condition Monitoring, wird auch für kleinere Unternehmen erschwinglich.
Vorsorgen statt Reparieren

Maschinen, ob in der Industrie oder Landwirtschaft, bei der Windenergie oder in Schiffen, brauchen Antrieb. Wenn nur ein Teil des Antriebs ausfällt, kann der gesamte Betrieb zum Erliegen kommen. Verhindern soll dies Condition Monitoring (CM). Darunter verstehen Experten die Ermittlung und Analyse von Zustandsinformationen über Maschinen, Anlagen undderen Komponenten.

Viele Unternehmen haben die Vorteile von CM bereits erkannt. 65 Prozent setzen eine vorausschauende Instandhaltung ein, ergab die Studie „Intelligent Maintenance – Potentiale zustandsorientierter Instandhaltung“ vomLaboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre (WZL) der RWTH Aachen und des Fraunhofer- Instituts für Produktionstechnologie (IPT) in Aachen. Befragt wurden 64 Unternehmen vor allem aus dem Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau sowie der Lebensmittel-Industrie. In der Instandhaltungs- Praxis vieler Unternehmen gelten jedoch noch die alten Regeln: Die meisten Befragten gaben an, Intervalle für den Austausch von Komponenten festzulegen. Bei anderen regiert das Prinzip Hoffnung: Sie greifen erst ein, wenn eine Maschine nicht mehr funktioniert. Dann steht die Produktion erst einmal still.

Mit Condition Monitoring ließe sich das verhindern, wie die Erfahrungen aus der Praxis zeigen. Bei den in der Studie befragten Unternehmen, die CM einsetzen, verkürzten sich die Stillstandszeiten um durchschnittlich 22 Prozent. Die Produktionsausfälle aufgrund ungeplanter Maschinenstillstände verringerten sich um 21 Prozent. Die Kosten für unterlassene oder fehlerhafte Wartung schätzen die Befragten etwa viermal so hoch wie die Instandhaltungskosten. Konfitüren- und Süßwarenhersteller Franz Zentis GmbH und Co KG in Aachen bringt es auf den Punkt: „Eine effektive Instandhaltungist eineGelddruckmaschine.“

Die am weitesten verbreitete CM-Methode, so die Studie des WZL, ist die Schwingungsmessung: Beginnende Schäden an Lagern, Wellen, Verzahnungen und anderen Maschinenteilen machen sich zumeist durch einen Anstieg der Schwingpegel bemerkbar. Wenn beispielsweise eine Pumpe unwirtschaftlich läuft, gebe es zusätzliche Vibrationen, so Edwin Becker, Leiter Diagnose-Center bei der Prüftechnik Condition Monitoring GmbH. Um diese Vibrationen zu messen, sind Beschleunigungssensoren an das Pumpengehäuse angebracht.

Seite 1:

Vorsorgen statt Reparieren

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%