CRM-Lösung
Kampf der Zettelwirtschaft

Beim Mittelständler Mall Umweltsysteme waren häufig Aufträge noch per Papier ausgetauscht worden, obwohl das Unternehmen lange schon ein funktionierendes ERP-System einsetzte. Dann wählte Mall Umweltsysteme die CRM-Lösung – und spart damit täglich rund elf Mitarbeiterstunden bei Telefonaten ein.

KÖLN. Die ersten Pläne zur Einführung eines Kundenmanagementsystems beim Mittelständler Mall Umweltsysteme sind schon über zehn Jahre alt. „Damals hat noch keiner von CRM geredet, die Programme hießen Vertriebs-Informations-Systeme“, erinnert sich Klaus Vollmer, der für die Informationstechnik des Mittelständlers verantwortlich war. Nachdem sich Vollmer auf Messen über das Angebot informiert hatte, ließ er die Pläne erst einmal wieder fallen und konzentrierte sich zunächst auf andere Projekte.

Doch mit der Zeit wurden die Probleme immer drängender – zum Beispiel die dezentrale Datenhaltung: Das Unternehmen mit Sitz in Donaueschingen stellt Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung und Abwasserreinigung her. Allein in Deutschland unterhält Mall fünf verschiedene Produktionsstätten, dazu kommt noch ein Betrieb in Ungarn und 20 verschiedene Vertriebsniederlassungen in ganz Deutschland. Im Laufe der Zeit waren an verschiedenen Stellen unterschiedliche Datenbanken angelegt worden, die untereinander nicht kompatibel waren. „Das waren viele Insellösungen“, erinnert sich Vollmer. Aufträge und Kundeninformationen wurden häufig noch per Papier ausgetauscht, obwohl das Unternehmen lange schon ein funktionierendes ERP-System einsetzte.

Solche Probleme mit vielen verschiedenen Datenbanken sind typisch für mittelständische Unternehmen, die an verschiedenen Standorten produzieren und gleichzeitig ein Netz von Außendienstlern unterhalten. Michael Kolbenschlag, Partner der Unternehmensberatung Rödl & Partner kennt die Probleme vor der Einführung einer CRM-Software. Besonders Mittelständler glaubten oft, auf Software zur Kundenverwaltung verzichten zu können. „Jeder Vertriebsmitarbeiter hat seine eigene Arbeitsweise“, erklärt Kolbenschlag – oft hätten die Vertriebsmitarbeiter auch Vorbehalte, alle Informationen in eine zentrale Datenbank einzugeben.

Um das Chaos möglichst schnell zu lichten, bemühen sich die Hersteller von CRM-Software, auf die Bedürfnisse der mittelständischen Kundschaft einzugehen: Dateneingabe und -auswertung sollen so einfach wie möglich sein.

Bei Mall Umweltsysteme war das Stückwerk vor allem für das Marketing hinderlich: Wollte das Unternehmen eine Werbeaktion starten, mussten die notwendigen Daten erst aufwändig aus verschiedenen Datenbanken zusammengetragen werden. Die Dubletten sortierten Mitarbeiter manuell aus, trotzdem waren die Daten wenig aussagekräftig und erlaubten nur sehr allgemeine Werbeaktionen.

Mall hat den Schritt nach vorn gewagt: Seit zwei Jahren gehört die Zettelwirtschaft der Vergangenheit an. Das Unternehmen griff die alten Pläne wieder auf und sah sich nach Anbietern von Kundenmanagement-Lösungen um. Schließlich wähle das Unternehmen die CRM-Lösung von Microsoft.

Seite 1:

Kampf der Zettelwirtschaft

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%