Dämmen
Wärmende Hülle für Gebäude

Die bayerische Firma insu-fast hat ein alternatives Fassadendämmsystem entwickelt, das sich einfach und schnell montieren lässt. Das ist nicht nur billiger als herkömmliche Fassadensysteme, sondern lässt sich auch schneller montieren. Ab dem nächsten Jahr will die Firma den etablierten Anbietern Marktanteile abjagen.
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DÜSSELDORF. Barth?s Zauberwort heißt Vorfertigung. Während herkömmliche Wärmeverbundsysteme an der Baustelle aufwendig zugeschnitten und angepasst werden müssen, hat der ehemalige Inhaber einer Schreinerei sich ein System ausgedacht, dass in der Werkstatt passgenau gefertigt und vor Ort nur noch montiert werden muss. Damit das klappt muss Barth allerdings die Hausfassade vorher millimetergenau vermessen. Das gelingt dem Gründer von insu-fast mit einem 3D-Laserscanner.

"Das müsste doch auch einfacher und schneller gehen", dachte sich Barth immer wieder, wenn er Handwerkern beim Zuschneiden und Ankleben der Polystyrol-Platten auf die Hauswände zuschaute. Solche sogenannten Wärmedämmverbundsysteme, die abschließend noch verputzt werden müssen, machen heute bei der nachträglichen Dämmung alter Häuser einen Marktanteil von über 90 Prozent aus.

Haltesystem aus Holzdübeln

Als Alternative entwickelte der gelernte Maschinenbautechniker ein Haltesystem aus Holzdübeln, das in einem festen Raster auf der Hauswand montiert wird. Die Dämmschicht aus Stein-, Glas- oder Schafswolle wird anschließend einfach zwischen die Holzstifte geklemmt. Abschließend müssen zum Schutz der Dämmschicht nur noch vorgefertigte Fassadenplatten an den Dübeln befestigt werden.

Da das Dämmmaterial in langen Bahnen verarbeitet werden kann und die neue Außenfassade in großformatigen Platten fertig verputzt an der Baustelle angeliefert werden, lässt sich die von Barth entwickelte Lösung dreimal schneller montieren als herkömmliche Wärmedämmsysteme. Im Bereich der Stoßfugen wird ein glasfaserverstärktes Band inklusive Putz und Farbe eingebaut. "Da die Außen- und Innenecken auf Gehrung geschnitten sind, entsteht so ein fugenloses Gesamtbild der Fassade", so Barth.

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