Deutscher Mittelstand
Mittelstand hinkt bei Digitalisierung zurück

Nachholbedarf bei der Digitalisierung: Eine Studie stellt dem deutschen Mittelstand ein schlechtes Zeugnis im digitalen Geschäft aus. Mehr als die Hälfte aller Betriebe kümmere sich nicht um eine digitale Strategie.
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BerlinDer deutsche Mittelstand hinkt einer Studie zufolge bei der Digitalisierung hinterher. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben in einer Reuters am Montag vorliegenden Studie an, sich eher als Getriebene der digitalen Transformation zu fühlen.

Mehr als die Hälfte besitzt demnach noch keine umfassende Digitalstrategie, Pläne existieren allenfalls auf dem Papier. Gleichwohl gaben fast drei Viertel der Mittelständler an, dass der digitale Wandel großen Einfluss auf ihre Unternehmensstrategie habe und IT-Expertise als unerlässliche Qualifikation angesehen werde.

Für die Studie „Digital Business Readiness“ wurden rund 100 überwiegend mittelständische Unternehmen von der IT-Beratungsfirma Crisp Research befragt. Im Fokus standen dabei die produzierende Industrie, professionelle Dienstleister, der Finanzsektor sowie der Groß- und Einzelhandel. Auftraggeber der Umfrage ist der IT-Dienstleister Dimension Data.

„Vielen Unternehmen mangelt es neben den finanziellen oft auch an personellen Ressourcen, um den digitalen Wandel intern voranzutreiben“, sagte der Deutschland-Chef von Dimension Data, Sven Heinsen. Wer die digitale Transformation jetzt noch nicht ganz oben auf seiner Strategie- und Investitionsagenda habe, werde in Zukunft kaum eine Chance am Markt haben.

BDI-Chef Ulrich Grillo hatte erst kürzlich davor gewarnt, dass der deutsche Mittelstand in Schwierigkeiten geraten werde, sollten sich die Firmen der Digitalisierung verweigern. In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD die digitale Vernetzung wirtschaftlicher Prozesse zu einem Hauptanliegen erklärt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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