Deutschland Lieferland Nummer eins
Israelis greifen am liebsten zu deutschen Werkzeugen

Im Zuge der anhaltenden Wirtschaftsbelebung hat sich die israelische Einfuhr von Werkzeugen kräftig erholt. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Anstieg der Auslandsbezüge erwartet. Deutsche Werkzeuge überzeugen mit ihrer Qualität und ihrem guten Ruf, die Bundesrepublik zählte 2005 zum wichtigsten Lieferland. Doch macht der hohe Außenwert des Euro deutschen Anbietern zu schaffen.

bfai JERUSALEM. Dank der Wirtschaftserholung konnten die Werkzeugimporte die Folgen einer vorangegangenen Schrumpfungsphase zum Teil überwinden, die Einfuhren nahmen 2004 und 2005 um insgesamt 34,7% zu. Auch die prognostizierte Teilerholung der seit 10 Jahren lahmenden Baukonjunktur verspricht die Nachfrage zu stärken.

Den größten Teil der Importe stellen Maschinenwerkzeuge (HS 82.07 bis 82.09), auf die 2005 mit 60,2 Mio. US$ 45,8% der Auslandsbezüge entfielen. Handwerkzeuge (HS 82.01 bis 82.06) schlugen mit 38,1 Mio. US$ beziehungsweise 29,0% der Importe zu Buche, während es bei Druckluft-, Hydraulik und Motorwerkzeugen (HS 84.67) 33,2 Mio. US$ beziehungsweise 25,2% des Einfuhrumfangs waren.

Anbieter aus westlichen Industrieländern dominieren auf dem Importmarkt, doch konnten fernöstliche Mitbewerber ihre Position ausbauen. Insbesondere die Lieferungen aus der VR China nahmen zwischen 2003 und 2005 um insgesamt 146,5% zu, die wachsenden Einfuhren waren bei allen Werkzeugkategorien zu beobachten. Für die kommenden Jahre sagen Importeure eine weitere Intensivierung des Konkurrenzdrucks aus Fernost voraus.

In Israel selbst sind rund 30 Werkzeughersteller tätig. Der wichtigste Hartmetallwerkzeughersteller ist Iscar Ltd. (geschätzter Jahresumsatz 2005: rund 1 Mrd. US$), der im In- und Ausland produziert. Allerdings erzielen die israelischen Hersteller einen Großteil ihres Umsatzes im Ausland. Dadurch wird das Konkurrenzverhältnis zu Importprodukten gemildert.

Der starke Euro wird von Importeuren als der wesentliche Faktor genannte, der die Kauflust auf deutsche Fabrikate dämpft. Allerdings genießen deutsche Hersteller dank der hohen Qualität ihres Angebots eine starke Marktposition. Zahlreiche Kunden verlangen gezielt deutsche Marken, denen ihr guter Ruf vorauseilt. So ist Deutschland noch immer ein attraktiver Lieferant, wie der 1. Rang der Lieferantenliste für 2005 beweist. Jedoch werden deutsche Unternehmen in den kommenden Jahren um ihren Marktanteil kämpfen müssen.

Fachimporteure spielen auf dem Werkzeugmarkt die entscheidende Rolle. Insgesamt sind rund 70 spezialisierte Werkzeugimporteure im Lande tätig. Auch ein Teil der Hersteller tätigt Einfuhren zur Ergänzung des eigenen Angebots. Bei der Kontaktvermittlung zu potenziellen Vertriebspartnern ist die Vereinigung der Handelskammern eine wichtige Anlaufstelle ( http://www.chamber.org.il). Deutsche Unternehmen können sich auch an die Israelisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer wenden ( http://www.ahkisrael.co.il).

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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