Die beliebtesten Investitionsziele
Europas Hauptstadt zieht ausländische Investoren an

Belgien holt als Investitionsstandort in Europa auf – vor allem dank der Attraktivität seiner Hauptstadt Brüssel. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young rangiert das kleine Königreich in der Rangfolge der beliebtesten Investitionsziele in Europa mittlerweile auf Rang fünf. Nur Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Spanien schneiden besser ab.

BRÜSSEL. Dass viele ausländische Firmen sich für Belgien als Standort entschieden, habe vor allem mit der Hauptstadt Brüssel zu tun, erklärt Jacques Evrard von der Brussels Enterprise Agency, einer Einrichtung der Regionalregierung, die ausländische Firmen anlocken soll. „Die Metropole mit den Institutionen der Europäischen Union wird für Unternehmen vor allem aus dem europäischen Ausland immer interessanter.“ 33 Neuinvestitionen ausländischer Unternehmen zählte die Brüsseler Regionalregierung für 2006 – sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

„Die Unternehmen schätzen die Nähe zu den Europäischen Institutionen“, sagt Evrard. Außerdem habe die Aktivität der Europäischen Union das Image der belgischen Hauptstadt in der Welt verbessert: „Die Unternehmen sehen uns nicht mehr als Hauptstadt eines kleinen Landes am Rande der EU, sondern als Entscheidungszentrum eines ganzen Kontinents.“

Die Region Brüssel tut seit einigen Jahren einiges, um die Attraktivität für ausländische Unternehmen zu erhöhen. Investoren, die sich hier niederlassen, zahlen etwa nur rund 20 Prozent Steuern – deutlich weniger als im europäischen Mittel. Außerdem haben Geldgeber die Möglichkeit, ihre Investitionen günstig steuerlich geltend zu machen. Und auch die Immobilienpreise liegen in Brüssel noch deutlich niedriger als in London oder Paris. Büroflächen für etwa 140 Euro pro Quadratmeter sind in der belgischen Hauptstadt keine Seltenheit.

Aber es sind nicht nur die im Vergleich niedrigen Kosten, die die Unternehmen nach Brüssel locken: „Der Hauptgrund für uns war, dass wir hier relativ einfach Leute finden, die mehrere Sprachen sprechen – Französisch, Niederländisch und Englisch“, sagt Caroline Kievit, die in der Brüsseler Dependance des schwedischen Nutzfahrzeug-Herstellers Scania arbeitet. Das Unternehmen hat in Brüssel nicht nur Verwaltungsbüros, sondern seit kurzem auch ein Call-Center für Kunden in der Benelux-Region und Frankreich. Über 200 Angestellte zählt die Filiale in der Zwischenzeit.

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