Die Brenninkmeyers
Stationen einer Unternehmer-Dynastie

Außergewöhnlicher Familiensinn prägt die Brenninkmeyers: Sowohl die vier Söhne von Clemens als auch die vier Söhne von August Brenninkmeyer wurden Textilkaufleute.

Ihr erstes richtiges Textilgeschäft eröffneten Clemens und August 1861 in Sneek. Ihre Söhne zogen als fahrende Textilhändler durch Friesland und betrieben den Außerhaus-Handel. 1878 wurde das Unternehmen an die zweite Generation übergeben. Danach begann die Expansion. 1881 öffnete die erste Filiale im niederländischen Leeuwarden ihre Tore. Nachdem die Brenninkmeyers den niederländischen Markt aufgerollt hatten, wagten sie 1891 den Schritt in ihre alte Heimat Deutschland – mit einem Geschäft in der Berliner Königsstraße.

Eine der ersten wegweisenden Neuerungen der Brenninkmeyers war die Einführung der Konfektionskleidung, zu einer Zeit, als Kleidung noch in Hausarbeit hergestellt wurde. Ab 1912 konzentrierte sich die Familie nur noch auf Konfektionskleidung. Diese mutige Entscheidung verdeutlicht ein typisches Merkmal der Brenninkmeyers: „Wenn die Familie von einer Idee überzeugt ist, dann wird sie mit großem Tatendrang umgesetzt“, heißt es in einer Broschüre über die Historie der Brenninkmeyers.

Lange Zeit gab C& A den Trend insbesondere in der deutschen Modewelt vor. Das innovative Unternehmen war im deutschen Bekleidungshandel lange die Nummer eins. Mitte der 90er-Jahre geriet C & A jedoch in die Krise, verlor Marktanteile und seine Spitzenposition, weil die vielfach antiquierten Kaufhäuser mit ihrem behäbigen Image bei den Teens und Twens nicht mehr ankamen.

Die öffentlichkeitsscheue Familie sah sich zum Kurswechsel veranlasst. „Wir haben erkannt, dass Unternehmen heute mit Personen identifiziert werden“, erzählt Chris Brenninkmeyer, in der Gruppe zuständig für Umweltthemen. Seither präsentiert Dominic Brenninkmeyer alljährlich in einer offensiven Pressekonferenz Details über C & A Deutschland. Doch wer weitere Frage nach der Unternehmerdynastie stellt, etwa nach der Zahl der Gesellschafter, der trifft auch heute noch auf tiefes Schweigen.

Quelle: Handelsblatt

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