Die EMO gilt als wichtigster Treff für den Werkzeugmaschinenbau
Trends setzen und Trends nutzen

In der Vergangenheit konnte sich die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie vor allem aufgrund innovativer Problemlösungen auf dem Weltmarkt behaupten. Doch die Anforderungen an die Unternehmen steigen: Kunden erwarten schnelle Problemlösungen, die Entwicklungszeit für neue Maschinen wird kürzer.

Branchentreff in Hannover: Am 14. September öffnet in der niedersächsischen Landeshauptstadt die weltgrößte Messe der Werkzeugmaschinen-Branche ihre Tore. Auf der EMO, die in den ungeraden Kalenderjahren stattfindet, sind bis zum 21. September in 16 Hallen rund 200 Aussteller aus 40 Ländern vertreten. "Das Interesse ist groß, denn in der Branche bewegt sich was", sagt Sylke Becker, Sprecherin des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), dem Veranstalter der Messe. Die Hersteller richten zum Teil sogar ihre Innovationszyklen auf die Messe aus: Beinahe alle Neuerungen wurden in der Vergangenheit zuerst auf der EMO vorgestellt.

Ideen im Visier Mit Zukunftstrends wie beispielsweise neuen Werkstoffen, der Miniaturisierung oder der Modularisierung beschäftigt sich das Symposium "Neue Werkzeugmaschinen für die Produktion von morgen", das am 15. und 16. September stattfindet. Die Basis dieser Veranstaltung bilden die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekte, die aus dem Ideenwettbewerb "Neue Werkzeugmaschinen" zum Rahmenkonzept "Forschung für die Produktion von morgen" hervorgegangen sind. Veranstaltet wird das Symposium vom VDW und dem Bereich Produktion und Fertigungstechnologie (PFT) des Pojektträgers Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA).

"Alle Projekte haben das Ziel, auf neue Werkzeugmaschinen hinzuarbeiten, die den erwarteten Produktionsansprüchen der Zukunft gerecht werden", sagt Dr.-Ing. Paul Armbruster vom PTKA, der die Verbundprojekte und die Veranstaltung auf der EMO koordiniert. Darum ist die Veranstaltung für all diejenigen interessant, die mit Werkzeugmaschinen arbeiten. "Hier wird man sich ein Bild davon machen können, was die nächste Generation der Maschinen zu bieten hat."

In der Vergangenheit konnte sich die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie vor allem aufgrund innovativer Problemlösungen auf dem Weltmarkt behaupten. Doch die Anforderungen an die Unternehmen steigen: Kunden erwarten schnelle Problemlösungen, die Entwicklungszeit für neue Maschinen wird kürzer.

Zukunft gezielt planen Die Branche ist in Deutschland stark mittelständisch geprägt. "Diesen Unternehmen fehlen oftmals gute Methoden und Daten, um ihre Technologieplanung langfristig aufstellen zu können", konstatiert Steffen Kinkel, Leiter der Abteilung Industrie- und Serviceinnovation im Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI und einer der Referenten. "Sie bekommen immer stärker die Zeitschere zu spüren, die zwischen kürzeren Produktionszyklen und steigenden Entwicklungszeiten für komplexe Produkte aufgeht." Das Innovationssymposium auf der EMO soll den Firmen helfen, die technologischen Trends rechtzeitig zu erkennen und ihre Planung darauf abzustimmen.

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