Dienstleister besonders unter Druck
KfW: Konjunkturflaute im Mittelstand hält an

Die Wirtschaftslage im Mittelstand hat sich nach einer Umfrage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im zweiten Quartal weiter verschlechtert. Der KfW-Indikator Mittelstandskonjunktur sei zum Vorquartal um 1,3 auf 95,7 Punkte gesunken, teilte die KfW am Dienstag in Frankfurt mit.

Reuters FRANKFURT. Der Stand sei damit so niedrig wie im ersten Halbjahr 1994, als der Mittelstand noch unter den Folgen der Rezession 1993 gelitten habe. Für den Indikator werden die Angaben von rund 2000 Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten und 50 Mill. € Umsatz über Investitionspläne ausgewertet, die von der KfW gefördert werden. Das Konjunkturbarometer ist damit seit dem Schlussquartal 2002 gesunken nach einem leichten Aufwärtstrend im vergangenen Jahr.

Nach Branchen aufgeteilt ergab sich der KfW zufolge eine unterschiedliche Entwicklung: Während die Teilindizes für das Verarbeitende Gewerbe und Bauunternehmen zulegten, verzeichneten Dienstleister und Handel zum Teil starke Rückgänge. Trotz vereinzelter Lichtblicke sei die konjunkturelle Situation im Mittelstand unverändert schwierig. „Die zaghaft einsetzende Erholung im konjunkturell wichtigen Verarbeitenden Gewerbe ist immerhin ein erstes Zeichen, dass die dunkelsten Wolken am Konjunkturhimmel bald vorübergezogen sein könnten“, kommentierte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch die Daten.

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