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Dr. Oetker: Tiefkühlpizzen für China und Indien

75 Prozent der Weltbevölkerung lebt aktuell in Asien und Afrika. Ein Riesenmarkt in dem auch Dr. Oetker stärker einstiegen möchte. In beiden Ländern baut der Hersteller von Tiefkühlpizzen deshalb eigene Produktionsanlagen.

Diese Tiefkühlpizzen laufen über eine über Dr. Oetker Produktionsstraße in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern). Ähnliche Anlagen sollen demnächst auch in Indien und China stehen. Quelle: dpa
Diese Tiefkühlpizzen laufen über eine über Dr. Oetker Produktionsstraße in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern). Ähnliche Anlagen sollen demnächst auch in Indien und China stehen. Quelle: dpa

Bielefeld Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker nimmt die Wachstumsmärkte China und Indien ins Visier. In beiden Ländern baue der Hersteller von Tiefkühlpizzen eigene Produktionsanlagen auf, sagte Oetker-Chef Richard Oetker am Dienstag. 75 Prozent der Weltbevölkerung lebten aktuell in Asien und Afrika, Studien zufolge würden es 2050 rund 80 Prozent sein.

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China und Indien sollten das Geschäft ergänzen, die Konzentration auf den europäischen Markt werde "nicht nachlassen", sagte Oetker. Die Kunden in Deutschland müssen 2011 mit steigenden Preisen für Oetker-Produkte wie Pizzen oder Müsli rechnen - der Konzern will die steigenden Rohstoffkosten an die Verbraucher weitergeben.

2010 nahm der Umsatz bei Dr. Oetker - einer Tochter des Mischkonzerns Oetker - um 8,7 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro zu. Für 2011 traut sich Oetker angesichts der Unsicherheiten um die Auswirkungen der Unruhen in Nordafrika sowie der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan noch keine genaue Prognose zu. "Wir sind aber nicht beunruhigt", betonte Oetker. Bislang hätten die Verbraucher ihr Verhalten noch nicht geändert. Dies könne sich aber ändern - nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl habe es etwa einen Run auf Honig gegeben, weil die Konsumenten versuchten, sich Gläser zu sichern, die vor dem nuklearen Zwischenfall produziert worden waren. Nun sei Ähnliches denkbar - etwa bei Fischstäbchen, sagte der Oetker-Chef.

Zukäufe schließt Oetker auch 2011 nicht aus, um das Geschäft abzurunden. Der Konzern werde aber vor allem versuchen, aus eigener Kraft zu wachsen.

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