Dramatischer Anstieg auch bei Verbraucherinsolvenzen: Creditreform sieht kein Ende der Pleitewelle

Dramatischer Anstieg auch bei Verbraucherinsolvenzen
Creditreform sieht kein Ende der Pleitewelle

Im vergangenen Jahr mussten in Deutschland trotz der Konjunkturerholung fast so viele Firmen Insolvenz anmelden wie im Rekordjahr 2003. Zum Jahresschluss stiegen die Unternehmenspleiten sogar wieder deutlicher an.

HB WIESBADEN. Insgesamt registrierten die Gerichte im vergangenen Jahr 39.213 Insolvenzmeldungen von Firmen und damit nur 0,3 Prozent weniger als 2003, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften - und damit der größeren Unternehmen - gingen um knapp sechs Prozent auf 22.424 zurück. Bei Einzel- und Kleinunternehmen sowie freien Berufen stieg die Zahl der Insolvenzen aber um mehr als acht Prozent an. Die Experten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform erwarten auch 2005 kein Ende der Pleitewelle.

Einen dramatischen Anstieg registrierten die Statistiker 2004 bei den Verbrauchern: Mit gut 49 000 stieg die Zahl der insolventen Konsumenten um 46 Prozent im Vergleich zum Jahr 2003. Die Gesamtzahl der Insolvenzen lag mit 118.274 um gut 17 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Die gesamten Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte auf 39,2 Milliarden Euro.

Auf die Verbraucherinsolvenzen entfielen davon nicht einmal zehn Prozent. Bei zwei Dritteln der Verbraucherinsolvenzen beliefen sich die offenen Forderungen auf weniger als 50.000 Euro. Im Dezember nahmen die Pleiten im Jahresvergleich überdurchschnittlich zu: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen lag mit 3243 um 3,4 Prozent über dem Niveau vom Dezember 2003. Die Verbraucherinsolvenzen überstiegen das Vorjahresniveau mit rund 4600 sogar um 56 Prozent.

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