Drei Fragen zum Stahlpreis an: Dieter Ameling
„Langfristige Lieferverträge schützen“

Dieter Ameling ist Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Im Gespräch mit dem Handelsblatt spricht er über die Auswirkungen des chinesischen Stahlhungers und den steigenden Preis für das Metall.

Herr Ameling, der Stahlhunger der Chinesen wird ständig größer. Wie wirkt sich das auf die Preise in der Stahlindustrie aus?

Seit 2001 ist der Stahlbedarf in China sprunghaft angestiegen. Große Infrastrukturprojekte für die Olympischen Spiele, die EXPO und der Wohnungsbau benötigten viel Stahl. Zwar hat sich auch die Rohstahl-Produktion deutlich erhöht, da China auf dem Weltmarkt aber zunehmend einkauft, sind die Preise trotzdem stark gestiegen. Eisenerz etwa kostet heute vier Mal so viel wie 2003.

Die Stahl verarbeitenden Betriebe leiden unter dem Kostenanstieg. Müssen sie mit weiteren Erhöhungen rechnen?

Für die Stahlpreise sind zum einen die Kosten, zum anderen das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verantwortlich. Während die Kosten für Rohstoffe, Frachtraten und Energie stark angestiegen sind, befindet sich Angebot und Nachfrage derzeit weitgehend in einem stabilen Gleichgewicht auf hohem Niveau.

Was können Unternehmer tun, um sich vor weiteren Preisschüben zu schützen ?

Langfristige Lieferverträge sind für die deutsche Industrie immer die beste Garantie für eine zuverlässige und dauerhafte Versorgung mit Stahl zu akzeptablen Preisen.

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