Drogeriekette
Umbruch – Schlecker lässt seine Kinder ran

Die Drogeriekette Schlecker stellt sich neu auf - die Filialen sollen umgestaltet werden, und Patriarch Anton Schlecker lässt seine Kinder jetzt auch ans Ruder. Höchste Zeit für neue Wege: Das Unternehmen litt in jüngster Zeit unter einer schlechten Presse und sinkenden Marktanteilen. Jetzt soll alles umgewälzt werden.
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HB EHINGEN. Die Drogeriekette Schlecker leitet den Generationswechsel an der Unternehmensspitze ein. Firmengründer Anton Schlecker habe seinen Kindern Lars und Meike die Verantwortung für den Außenauftritt des Unternehmens übertragen, sagte ein Sprecher am Freitag. Er bestätigte damit einen Bericht des „Manager Magazins“. Offiziell bleibt der 66-Jährige Anton Schlecker zwar Alleineigentümer.

Seine Kinder sind dem Bericht zufolge aber bereits die treibenden Kräfte bei der Neuausrichtung der Drogeriemarktkette. Schlecker will in den nächsten eineinhalb Jahren 230 Millionen Euro investieren, um das Erscheinungsbild seiner Geschäfte moderner zu gestalten und den Markenauftritt aufzufrischen. Der Marktführer hatten seinen europaweiten Umsatz zuletzt mit 7,2 Milliarden Euro (2009) angegeben.

Die Besitzerfamilie des Drogeriediscounters Schlecker will in den kommenden beiden Jahren mit Millioneninvestitionen das Unternehmen komplett umkrempeln. Dabei sollen die Filialen umgestaltet und das Sortiment modernisiert werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch die Preisgestaltung sowie sämtliche Organisationsprozesse würden neu ausgerichtet.

Insgesamt würden mit dem „Fit for Future“-Programm in den kommenden 18 Monaten 230 Millionen Euro investiert. Ziel sei ein neuer, einheitlicher Marktauftritt mit mehr Einkaufsatmosphäre. Bereits zu Jahresbeginn hatte Firmengründer Anton Schlecker eine Neuausrichtung angekündigt. „Wir haben nur kleinkarierte Sachen ausprobiert. Heute wissen wir, dass wir unser gesamtes Geschäftsmodell umwälzen müssen“, hatte er gesagt.

Das ist auch nötig. Besonders der Konkurrent dm hatte in den vergangenen Jahren aufgeholt und im Oktober angekündigt, Schlecker als Nummer Eins unter den Drogerieketten ablösen zu wollen. Die Karlsruher peilen im laufenden Geschäftsjahr europaweit mehr als sechs Milliarden Euro Umsatz an. Zum Ergebnis macht das Unternehmen traditionell keine Angaben.

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