ECE

Familie Otto hat Freude am deutschen Einzelhandel

Alexander Otto macht der deutsche Einzelhandel keine Sorgen. Der Chef des Betreibers von Shoppingcentern, ECE, spürt die Krise allenfalls im Ausland. Allein in diesem Herbst sind vier Bauten für rund 600 Millionen Euro Gesamtwert eröffnet worden. 21 weitere Shopping-Center sind weltweit geplant oder werden vorbereitet
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ECE-Einkaufscenter Nova Eventis in Leipzig. Quelle: dpa

ECE-Einkaufscenter Nova Eventis in Leipzig.

(Foto: dpa)

HAMBURG. Anders als die meisten hat Alexander Otto Freude am deutschen Einzelhandelsmarkt: "Wir spüren bislang kaum Auswirkungen in unseren Shopping- Centern", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der ECE Projektmanagement, dem führenden Entwickler und Betreiber in Europa von Einkaufszentren. Seine Umsätze lagen im ersten Halbjahr über dem Vorjahresniveau und sind auch im dritten Quartal - gegen den Branchentrend - stabil, berichtet Otto. Der 42-Jährige ist ein Halbbruder von Michael Otto, dem Chefs des gleichnamigen Versandhandels. ECE ist eine Schwesterfirma der Otto Group. Der Hamburger erwartet, dass sein Geschäft auch bis zum Jahresende stabil bleibt.

Mehr noch, Otto eröffnet sogar neue Häuser: Allein in diesem Herbst sind vier Neu- beziehungsweise Erweiterungsbauten für rund 600 Mio. Gesamtwert eröffnet worden. 21 weitere Shopping-Center sind weltweit geplant oder werden vorbereitet, acht davon sind Deutschland. ECE ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Das realisierte Projektvolumen liegt bei zwölf Mrd. Euro, Umsatzzahlen verrät das Hamburger Familienunternehmen nicht.

Werner Otto gründet den Otto Versand - ebenso wie ECE

Der Versand sowie ECE wurden beide einst von dem Wirtschaftspionier Werner Otto gegründet, der im August 100 Jahre alt wurde und fünf Kinder aus drei Ehen hat.

Aufmerksam verfolgt sein Sohn Alexander Otto nun die Entwicklungen beim insolventen Warenhauskonzern Karstadt. Einzelne Häuser sind wegen ihrer attraktiven Innenstadt-Lage interessant für ECE, aber meist zu klein. "Man braucht Nachbargrundstücke, um dort Shopping-Center bauen zu können", meint Otto. "Shopping-Center profitieren von der Krise der Warenhäuser", urteilt der Münchener Unternehmensberater und Handelsexperte Christoph Herrmann. "Sie wollen sich seit Jahren durch Shop-in-Shop-Konzepte differenzieren. Aber das ist schwierig, weil die Flagship-Stores in den Centern den kleineren Warenhäusern das Wasser abgraben."

Immerhin gründete Werner Otto die ECE schon 1965. Seitdem hat das Unternehmen immer wieder bewiesen, dass aus einem Stück Land ein attraktiver Standort für Einkaufshäuser werden kann.

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