Edelmann-Gruppe
Das Parfüm und sein Verpacker

Wenn ein Parfüm puren Luxus versprühen soll, dann muss schon seine Verpackung etwas Besonderes sein. Das weiß niemand besser als die Produktentwickler des Faltschachtelherstellers Edelmann. Dierk Schröder leitet die Edelmann-Gruppe – der Spezialist für Kosmetik und Medikamente entwickelt sich im Stillen zum Global Player.

KÖLN. Ihr würfelförmiger Karton für den Duft „Noa Perle“ des Modedesigners Cacharel schimmert wie ein Edelstein und täuscht dem Auge ein dreidimensionales Abbild des runden Flakons vor. Für diesen Einfall gab es gleich zwei Mal den ersten Platz bei internationalen Designer-Wettbewerben.

Die Erfolge häufen sich bei der Edelmann Gruppe. Nicht nur das Renommee in der Branche ist gewachsen, auch die Geschäftszahlen haben sich bemerkenswert entwickelt. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 13,9 Prozent auf rund 180 Mill. Euro. Dieses Jahr sollen weitere 5 Mill. Euro hinzukommen. Was 1913 mit einer kleinen schwäbischen Druckerei begann, entwickelte sich seit dem Jahr 2002 zu einem der führenden Faltschachtelhersteller in Europa.

Dabei haben die Heidenheimer den Weltmarkt im Visier: In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen fünf Hersteller aufgekauft und in die Edelmann Gruppe integriert - und expandiert gezielt ins Ausland. 2002 übernahm Edelmann die Firma SPIC in Frankreich, dann den Warschauer Hersteller Eldruk und jüngst kam eine Tochter in China dazu.

„Firmenübernahmen gehören seit langem zu unserer Strategie“, sagt Geschäftsführer Dierk Schröder. „Sie sind ein wichtiger Motor unseres Wachstums. Die gesamte Branche befindet sich in einem Konzentrationsprozess, und viele Mittelständler sind in den letzten Jahren übernommen worden.“ So wie die in die Krise geratene Artur Theis GmbH & Co KG, die Edelmann im vergangenen Jahr kaufte und sich damit einen weiteren Teil des Marktes für Pharmaverpackungen sicherte.

Mit der Pharmasparte erzielt Edelmann inzwischen 57 Prozent seiner Umsätze. Das andere große Standbein sind Faltschachteln für die Kosmetik, für Haarfärbemittel, Süßwaren und Zigaretten. Früher umfasste das Portfolio noch manches mehr, die Heidenheimer druckten Industrieverpackungen und sogar einmal Geldscheine. In den letzten Jahren trennte sich das Unternehmen aber von solchen Randaktivitäten und stärkte stattdessen sein Kerngeschäft.

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