Effizienter ausstellen
Messen und Kongresse wachsen zusammen

Wer ein Produkt vertreibt, der muss auch die passende Kundschaft dafür aufspüren. Ein aktueller Trend ist es daher , nicht Fachbesucher auf Messen zu locken, sondern als Aussteller direkt zu Fachtagugen zu reisen. Das steigert die Effizienz – wenn ales richtig gemacht wird.

KÖLN. Die großen, fachübergreifenden Messen wie CeBit und Systems lässt Manfred Kappel seit Jahren links liegen. Der Geschäftsführer der Agenda Informationssysteme GmbH setzt stattdessen auf Kongressmessen wie die ReWeCo. "Dort treffen wir genau die Zielgruppe unserer Software: Buchhalter und Steuerberater“, freut er sich.

Auf der CeBit hingegen sind die Streuverluste hoch, weil sich dort IT-Verantwortliche aus allerlei Bereichen tummeln. Die Bilanz des diesjährigen Auftritts der Rosenheimer Firma auf dem Bundeskongress und der Fachmesse für Buchhalter und Controller ReWeCo kann sich sehen lassen: "Wir haben rund 70 Kontakte zu potenziellen Kunden geknüpft.“

Immer mehr Mittelständler wissen wie Geschäftsführer Kappel die Kombination aus Fachtagung oder Kongress mit einer Ausstellung zu schätzen. Und immer mehr Organisatoren bieten sie an. In der Folge verschmelzen die einst getrennten Veranstaltungsbereiche Messe und Kongress zunehmend miteinander.

"Ein Kongress lockt viele fachkundige Besucher an. Da bietet es sich an, zugleich Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren“, erklärt Matthias Huckemann, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Mercuri International. Dadurch haben Firmen beste Chancen auf gute Kontakte. "Besucher, die Geld in eine Kongressteilnahme investieren, sind in der Regel zahlungskräftig und zugleich an den neuesten Entwicklungen der Branche sowie neuen Produkten interessiert“, versichert der Messekenner.

Er rät daher, den Messestand dort aufzubauen, wo gleichzeitig Experten tagen. Allerdings sollten sich die Firmen das Veranstaltungsprogramm vorher genau anschauen. "Wenn die Zielgruppe stimmt – und nur dann – ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei einer Kongressmesse deutlich besser als bei einer reinen Messe“, sagt Huckemann. Ein weiterer Tipp lautet, außer dem Stand auch einen Redner für den Kongress zu stellen. "Das beweist Expertise und ist gut für das Image.“ Außerdem können Mittelständler eine solche Veranstaltung sponsern – dann prangt das Unternehmenslogo auf Flyern, Plakaten und Pressemitteilungen des Organisators.

Die 80 Mitarbeiter starke Spezial-IT-Firma Agenda hat auf der ReWeCo alle diese Register gezogen: Vom Messestand über einen Kongressredner bis zum Sponsoring - mit einer Notebook-Verlosung setzte Geschäftsführer Manfred Kappel sogar noch einen drauf. Die Standgebühren liegen meist niedriger als auf einer großen Messe. Für den Stand auf der ReWeCo zahlen Unternehmen je nach Quadratmeterzahl zwischen 2200 und 7900 Euro. "Im Vergleich dazu hat uns der Auftritt auf der CeBit bestimmt das Zehnfache gekostet“, schätzt Agenda-Chef Kappel.

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