Effizientes Risikomanagementsystem
Internes Rating als Vorbereitung für externe Noten wird wichtiger

Die Neugestaltung der Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute (Basel II) und der damit verbundene Ratingprozess verändern die Finanzierungslandschaft. Doch die Banken starten die Umstellung auf konforme Ratingverfahren nicht erst zu Beginn des Jahres 2007.

Schon heute werden die meisten Kreditnehmer individuell gemäß ihrer Bonität in Rating-Klassen eingeteilt. Durch diese Differenzierung der Eigenkapitalanforderungen kann das Kreditinstitut seine Eigenkapitalkosten dem Schuldner genauer zuordnen. Für mittelständische Unternehmen ist dies grundsätzlich positiv, denn die Kapitalunterlegung sinkt im Vergleich zu großen Firmen und institutionellen Kunden deutlich, sofern die Umsatzgröße fünf Mill. Euro nicht übersteigt und maximal eine Million Kredit pro Institut in Anspruch genommen wird. Für einzelne Unternehmen könnte es infolge von Basel II aber auch schwerer werden. Befinden sich diese etwa in einem Umfeld mit hohen Firmen- und Branchenrisiken, dürfte das Rating weniger gut ausfallen. Gleiches gilt für Firmen mit geringer Eigenkapitalausstattung oder unzureichender Informationsbasis.

Um ein gutes Rating zu erlangen, sollten Unternehmen alle Maßnahmen nutzen, um ihr Bonitätseinschätzung zu verbessern. Ein Teil der mittelständischen Unternehmen hat sich aber noch immer nicht in ausreichendem Maße mit diesem Thema befasst. Je besser die Geschäftsführung des Kredit nachfragenden Unternehmens über den Rating- und Kreditvergabeprozess informiert ist, desto besser kann sie diesen Prozess unterstützen und die Bewertung positiv beeinflussen. Das Bonitätsrating sollte als Chance für den Kreditnehmer, als Dienstleistung der Bank verstanden werden. Das Rating des Unternehmens ist eine differenzierte Analyse der wichtigsten Erfolgskennzahlen und der wichtigsten Erfolgsfaktoren des Unternehmens.

Zur adäquaten Vorbereitung auf das Ratingverfahren empfiehlt es sich, eine persönliche Wertschöpfungskette zu erarbeiten, Erfolg versprechende Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu identifizieren und gezielt anzugehen. Darüber hinaus sollten Firmen auf Informationswünsche der Bank eingehen. Dann sollte es weniger schwierig sein, von den Kapitalgebern Transparenz einzufordern, wie das Rating zustande gekommen ist. Denn nur wer die Informationsbedürfnisse sowie die Analysemodelle der Banken versteht und die Gründe für sein Rating kennt, kann Maßnahmen ergreifen, um die eigene Situation zu verbessern.

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