Eigenkapital muss aufgebessert werden: KfW legt ab 2004 neue Mittelstandsförderung auf

Eigenkapital muss aufgebessert werden
KfW legt ab 2004 neue Mittelstandsförderung auf

Unternehmensgründer, kleine und mittelgroße Unternehmen können von 2004 an auf finanzielle Unterstützung hoffen: Die KfW Mittelstandsbank startet im neuen Jahr eine neue Mischförderung.

HB FRANKFURT/MAIN. „Um künftig noch Zugang zu Kapital zu haben, muss der Mittelständler sein Eigenkapital aufbessern. Das geht natürlich nicht über Nacht“, sagte der Vorstandssprecher der KfW Bankengruppe, Hans Reich, am Donnerstag in Frankfurt. Die Kredite, die die KfW vom 1. März 2004 an über die jeweilige Hausbank anbietet, bestehen aus einer Finanzierungsform, die zwischen Fremdkapital - der klassische Förderkredit - und Eigenkapital angesiedelt ist.

Solche Mischformen werden im Fachjargon „mezzanin“ genannt. Traditionell ist die Eigenkapital-Ausstattung mittelständischer Unternehmen in Deutschland im internationalen Vergleich sehr niedrig. Für mezzanines Kapital sind anders als bei reinen Krediten keine Sicherheiten erforderlich, allerdings müssen dafür höhere Zinsen in Kauf genommen werden. Die Ausfallrisiken trägt der Bund, nicht die Hausbank. Das Programm „Kapital für Arbeit“ zur Einstellung von Arbeitslosen werde in das neue Angebot integriert, teilte die KfW Mittelstandsbank mit.

Zur Verfügung stehen Gelder für Gründer und junge Unternehmen (maximal 500 000 Euro) sowie etablierte Firmen (zwei Millionen Euro in Verbindung mit obligatorischem Förderkredit). Voraussetzung ist, dass Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden. Je nach Bonität fallen unterschiedlich hohe Zinsen an. „Wir erwarten für 2004 ein Zusagevolumen von mindestens einer Milliarde Euro, wenn sich die Wirtschaftslage so verbessert, wie es derzeit von allen Wirtschaftsinstituten und auch von uns prognostiziert wird“, sagte Reich. Die einstige Kreditanstalt für Wiederaufbau war im Sommer mit der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) fusioniert.

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