Einfuhrbeschränkungen
Problemlos durch den US-Zoll

Bei der US-Zollabfertigung kommt es nicht selten zu Komplikationen. Denn viele ausländische Lieferanten oder ihre Kunden informieren sich nicht ausreichend über die im Einzelfall geltenden Einfuhrbeschränkungen. Nur wer bestimmte Regeln beachtet, entgeht den teils schmerzlichen Strafen.

KÖLN. Für ausländische Unternehmen, die Waren in die USA einführen, ist die US-Zollbehörde (Customs and Border Protection) die richtige Ansprechpartnerin. Sie ist verantwortlich für die Überwachung sämtlicher einfuhrrelevanter Regelungen. Dazu zählen neben den Zollbestimmungen die Einfuhrregelungen weiterer Bundesbehörden. Haben der Importeur und sein ausländischer Lieferant alle Bestimmungen beachtet, so verläuft die Zollabfertigung zügig und unproblematisch:

Warensendungen mit einem Wert von mehr als 2000 US-Dollar werden als „formal entry“ (Anmeldung mit formellem Zollantrag auf vorgeschriebenem Vordruck) abgefertigt. Die Zollbehörde verlangt dabei die Leistung einer Sicherheit (entry bond) in Form einer Bürgschaft oder Barzahlung. Damit sichert sie unter anderem die Zahlung der Einfuhrabgaben ab.

Viele Importeure beauftragen für die Abwicklung der Zollformalitäten einen lizenzierten Zollagenten (customs broker) als Vertreter in allen zollrechtlichen Angelegenheiten. Der Zollagent unterstützt den Importeur zum Beispiel beim Erwerb einer Bürgschaftsurkunde. Er arbeitet im Allgemeinen im Datenverbund mit der Zollbehörde und kann daher die Zollabfertigung unkompliziert und zeitsparend abwickeln. Dafür benötigt er eine Handelsrechnung in dreifacher Ausfertigung und ein Frachtpapier – zum Beispiel ein Konnossement oder einen Luftfrachtbrief.

In der Praxis kommt es bei der Zollabfertigung häufig zu Komplikationen, weil ausländische Lieferanten oder ihre Kunden in den USA sich nicht ausreichend über die im Einzelfall geltenden Einfuhrbeschränkungen informiert haben. Die US-Food and Drug Administration (FDA) überwacht beispielsweise die Sicherheit von Produkten, die Strahlen absondern. Dazu zählen auch Mobiltelefone, Computermonitore, Fernsehgeräte, CD-Player, Röntgen- und Lasergeräte sowie Mikrowellenöfen. Diese Produkte müssen den US-Leistungsstandard genügen und entsprechend gekennzeichnet sein. Beachten ausländische Hersteller dies nicht, fertigt die Zollbehörde die Produkte nicht ab.

Darüber hinaus können Zollstrafen entstehen. Eine gute Absprache zwischen Lieferant und Importeur vor einem Warenversand trägt dazu bei, solche Komplikationen bereits im Vorfeld zu vermeiden.

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