Einsparpotenzial
Geschickter Einkauf füllt die Firmenkassen

Bis zu 150 Millionen Euro könnten alle kleinen und mittleren Unternehmen jährlich einsparen, würden Sie sich mehr mit dem Thema Einkauf beschäftigen. Doch die zuständigen Abteilungen sind meist anderweitig beschäftigt.

WertherJe günstiger die Beschaffung, desto höher der Gewinn. Doch der günstige Einkauf gelingt nicht immer. Denn die dafür zuständigen Abteilungen sind vollauf mit den klassischen, operativen Tätigkeiten beschäftigt. Sie schreiben Anfragen, verhandeln Preise und Konditionen oder wickeln Bestellungen ab. Dabei gehen der strategische Überblick und damit auch Einsparungen verloren.

Geht es nach einer Studie der ConMoto Consulting Group in München, könnten kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) durch strategischen Einkauf mehr Gewinne machen. Denn durch ineffizientes Einkaufs- und Beschaffungsmanagement verschwenden sie Milliarden. Hochgerechnet auf den Materialaufwand der KMU von etwa einer Billion Euro im Jahr 2008 ergibt sich ein Einsparpotenzial von jährlich bis zu 150 Millionen Euro.

Nur eine Minderheit der Unternehmen begreift aber Beschaffung als strategische Aufgabe. "Dort ist Einkauf Chefsache und beschäftigt sich mit strategischen Fragen sowie dem Management ganzer Lieferantennetze", sagt Alexander Frisch, Senior Partner bei ConMoto.

Weniger Kosten durch elektronische Beschaffungssysteme.

Viele Unternehmen seien jedoch derzeit von einem erstklassigen Beschaffungs- und Wertschöpfungsmanagement weit entfernt. Je höher die Materialaufwandsquote, desto größer müsste eigentlich die strategische Bedeutung des Einkaufs sein, denn jeder hier eingesparte Euro bedeutet sozusagen einen Euro mehr Gewinn. Kostenreduzierungen wären beispielsweise durch elektronische Beschaffungssysteme möglich. Doch laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) nutzen nur rund 37 Prozent aller Unternehmen elektronische Ausschreibungen, bei KMU sinkt die Quote gar auf 29 Prozent - alle anderen setzen auf E-Mail und Telefon.

Ein weiterer Fehler: Um sich nicht allein von einem einzigen Lieferanten abhängig zu machen, werden die Beschaffungsvolumina auf eine zu hohe Anzahl an Lieferanten aufgeteilt. "Besser ist es, einen Pool von Lieferanten zu haben, die sich in ständigem Wettbewerb um die zu vergebenden, kompletten Beschaffungsvolumina einer Warengruppe befinden", rät Frisch. Das Motto lautet dann: Statt einzelne Häppchen zu verteilen, sollte der Kuchen lieber ganz vergeben werden - mal an dieses, mal an jenes Mitglied des Pools.

Die Studienergebnisse von ConMoto belegen, dass die Beschaffungsprozesse ein zentraler Treiber zur Erhöhung der Effizienz, Minimierung der Kosten, Reduktion des Kapitalbedarfs und damit zur Steigerung der Kapitalrendite sind.

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